Special Tierskandal SPECIAL
Tierskandal Bad Grönenbach

Entscheidung
Tierschutzskandal in Bad Grönenbach: Ein beschuldigter Landwirt stellt Milchviehbetrieb ein

In Bad Grönenbach stehen drei landwirtschaftliche Großbetriebe im Verdacht, gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben. Ein Landwirt gibt jetzt seinen Milchviehbetrieb auf.
  • In Bad Grönenbach stehen drei landwirtschaftliche Großbetriebe im Verdacht, gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben. Ein Landwirt gibt jetzt seinen Milchviehbetrieb auf.
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Drei Milchviehbetriebe in Bad Grönenbach stehen seit August unter dem Verdacht, Tiere misshandelt und gegen den Tierschutz verstoßen zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. 

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, hat ein Landwirt seinen Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach jetzt eingestellt. Lediglich die Rindermast werde fortgeführt, sagte der Sohn des Betreibers am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Seit August wird gegen den Betriebsleiter und zwei seiner Mitarbeiter wegen Tierschutzverstößen ermittelt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen weiterhin, könnten aber in etwa sechs Wochen abgeschlossen sein.

Der Betrieb habe bei anderen Höfen „landauf, landab“ Kälber gekauft beziehungsweise kostenlos abgeholt – mit dem Ziel, diese aufzuziehen, so die Landwirtin gegenüber der Allgäuer Zeitung. Dabei habe es sich um schwache und kranke Tiere gehandelt, die bei den Landwirten keine Zukunft gehabt hätten. Bei Kontrollen auf dem Hof waren Veterinärbeamte auf diese kranken Kälber gestoßen. Sie hatten wohl zum Teil keinen Zugang zu Futter und Wasser. Zudem standen "Rinder bis zu den Fesselgelenken in einer Pfütze aus Wasser, Kot und Urin", wie aus einem Bericht des Bayerischen Umwelt- und Verbraucherschutzministeriums auf Anfrage der Landtags-SPD hervorging. 

Die Kosten für die Behandlungen der kranken Tiere hatten sich einem Bericht des Bayerischen Rundfunks zufolge zeitweise auf 2.000 Euro pro Woche belaufen. Dieses Geld konnte der Betreiber auf Dauer nicht aufbringen und zieht durch die Aufgabe seines Milchviehbetriebs jetzt die Konsequenzen.

Autor:

Camilla Schulz aus Memmingen

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