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Toxin-Wert wieder gestiegen
Erneutes Badeverbot am Rothdachweiher in Babenhausen

Erneutes Badeverbot am Rothdachweiher in Babenhausen. (Symbolbild)
  • Erneutes Badeverbot am Rothdachweiher in Babenhausen. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/Marijan Murat/dpa
  • hochgeladen von Julian Hartmann

+++ Update vom 17. August 2020, 10:53 Uhr +++

Der Rothdachweiher in Babenhausen ist erneut für Badegäste gesperrt. Die Konzentration des giftigen Stoffs, den Blaualgen produzieren, sei erneut gestiegen, teilt das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu mit. Das Toxin könne Hausreizungen, Erbrechen, Durchfall, Atemnot und Quaddelbildung auslösen.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes entnehmen diese Woche wieder regulär Proben aus allen EU-Badeseen im Landkreis Unterallgäu, um die Gewässer auf gesundheitsschädliche Keime zu untersuchen, heißt es in der Mitteilung weiter. Sobald Ergebnisse vorliegen, werden diese auf der Internetseite des Landratsamtes Unterallgäu veröffentlicht.

+++ Update vom 7. August 2020, 09:57 Uhr +++

Das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu hat das Badeverbot am Rothdachweiher in Babenhausen aufgehoben. Wie das Landratsamt mitteilt wurden im Wasser des Weihers keine giftigen Stoffe mehr nachgewiesen. Laut Befund sind zwar im Wasser noch Blaualgen nachweisbar, diese bilden aber kein Gift mehr.

Bezugsmeldung vom 24. Juli 2020, 09:46 Uhr
Das Gesundheitsamt am Unterallgäuer Landratsamt hat ein Badeverbot für den Rothdachweiher in Babenhausen verhängt. Der Grund: giftige Blaualgen. Das teilt das Landratsamt mit. Demnach sollten alle einen Arzt aufsuchen, die im Rothdachweiher gebadet haben und unter Beschwerden wie Hautreizungen, Erbrechen, Durchfall, Atemnot oder Quaddelbildung leiden.

Badeverbot gilt auch für Hunde

Mindestens einmal im Monat nimmt das Gesundheitsamt Wasserproben von von sogenannten EU-Badeseen wie dem Rothdachweiher. Die Proben werden auf Keime untersucht. Bei Verdacht auf Blaualgen wird das Wasser auch darauf getestet. Dabei wurde im Rothdachweiher eine sehr hohe Konzentration des von Blaualgen produzierten Giftstoffes festgestellt. Das Gift kann bei Hautkontakt einen erheblichen Ausschlag hervorrufen. Schluckt man das Wasser, können Durchfall und Erbrechen die Folge sein. Deshalb sollte man aktuell nicht ins Wasser gehen. Das gilt dem Gesundheitsamt zufolge auch für Hunde.

Bakterien geben Gift ins Wasser ab

Bei Blaualgen handelt es sich - anders als der Name es vermuten lässt - nicht um Algen, sondern um Bakterien. Bei hohen Temperaturen können sich Blaualgen schnell vermehren und entsprechend viel Gift ins Wasser abgeben. Eine starke Belastung mit Blaualgen erkennt man laut Landratsamt daran, dass das Wasser immer trüber wird. Manchmal sieht man auch grüne bis blaugrüne Schlieren auf der Oberfläche. Charakteristisch ist außerdem ein muffiger Geruch.

Auch im Rottachsee wurden Blaualgen festgestellt. 

Stinkende Schlieren im Rottachsee: Keine Gülle, "nur" Blaualgen

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