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Kaufbeuren

Ausbildungsmagazin Kaufbeuren

Anzeige · Du hast noch keine Antwort auf die Frage: Was willst du mal werden? Oder du hast mehrere Berufe gleichzeitig im Blick und kannst dich nicht entscheiden. Vielleicht bist du auch verunsichert, weil andere bei deinem Wunschberuf abwinken. Dann bist du bei einem Berufsberater der Agentur für Arbeit genau richtig. Wie du einen Termin bekommst und was du erwarten darfst - hier im Überblick.

Für wen es die Berufsberatung gibt: Für jeden, der darum bittet. Und zwar zeitnah und kostenlos. Die Beratung beschränkt sich bei Bedarf auch nicht auf nur einen Termin. Es kann noch mehrere Folgetermine geben.

Bei der Berufsberatung durch die Arbeitsagenturen gibt es diese drei Schwerpunktbereiche:
1. Die Beratung für akademische Berufe der so genannten Sekundarstufe II – also meist Abiturienten.
2. Die Beratung für Abgänger der Sekundarstufe I – Real- und Hauptschüler sowie Integrationsbeziehungsweise Inklusionsschüler.
3. Und die Beratung für Reha-Jugendliche, also junge Leute mit gesundheitlichem oder psychologischem Handicap. So machst du deinen Beratungstermin klar: Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich einen Gesprächstermin für die Berufsberatung bei der örtlichen Agentur für Arbeit zu holen.

Und zwar …

  • telefonisch unter der Service-Nummer 08 00-4 55 55 00 (der Anruf ist gebührenfrei.)
  • online: Der Beratungswunsch kann auch mittels eines Online-Formulars per gesicherter Internetverbindung (SSL-Verschlüsselung) an die Agentur für Arbeit gesendet werden. Dafür unter www.arbeitsagentur.de erst auf „Kontakt“ und dann auf „Berufsberatung“ klicken.
  • persönlich in der Eingangszone der örtlichen Agentur für Arbeit (hier bitte die Öffnungszeiten beachten).

Denkbar ist es auch, bei der Berufsberatung an deiner Schule den Berater anzusprechen und einen Termin zu vereinbaren. Übrigens: Es bleibt dir überlassen, ob du allein zum Berufsberater gehst oder deine Eltern mitnimmst. Das entscheidest du selbst.

Wann du mit der Suche nach deinem Wunschberuf beginnen solltest: Je nachdem welcher Schulabschluss anvisiert ist, solltest du etwa zwei Jahre zuvor konkret und ernsthaft damit beginnen, dich mit deiner beruflichen Entwicklung zu beschäftigen.

Wenn du einen Schulabschluss nach der zehnten Klasse ablegen wirst, solltest du etwa mit 14 Jahren damit beginnen. Wer das Abitur anstrebt, also den Schulabschluss nach der 12. (oder vereinzelt noch 13.) Klasse, sollte so um das 16. Lebensjahr langsam „ernst“ damit machen. Denn nur die Wenigsten haben schon sehr früh klare Vorstellungen davon, was sie später einmal werden möchten.

Die Allermeisten dagegen schwanken zwischen diversen Ausbildungsberufen und Studiengängen oder haben sogar noch nicht die leiseste Ahnung, als was sie später mal arbeiten wollen.

Warum du rechtzeitig mit dem Sondieren beginnen solltest: Etwa zwei Jahre vor dem Schulabschluss mit der Berufswahl- Suche zu beginnen, macht Sinn. Denn so bleibt Zeit, sich beispielsweise über Praktika innerhalb der Unterrichtszeiten oder besser noch während der Ferien an den möglichen Wunschberuf heranzutasten. Nichts verschafft einen besseren Eindruck, als das Erleben „vor Ort“.

Du liebäugelst damit, Augenoptiker zu werden? Dann solltest du dich mal um ein entsprechendes Praktikum bemühen. Du will später Jura studieren? Ruhig in den Ferien bei einem Anwalt „reinschnuppern“. Nichts ist besser, um zwischen Vorstellung und Realität abwägen zu können, als das Praxiserlebnis.

Und da es bis zum Schulabschluss noch einige Ferien gibt, lässt sich das „Reinschnuppern“ gegebenenfalls noch mal völlig neu starten.

Denke auch daran: Viele Betriebe beginnen ein Jahr vor dem Ausbildungsstart mit der Suche nach neuen Azubis! Was dir der Termin beim Berufsberater bringt: Jede Beratung ist individuell, denn jeder ist anders. Hier zwei Beispiele:

Fall 1: Du bist noch ziemlich ratlos, wohin deine berufliche „Reise“ gehen soll? Dann wird der Berufsberater vielleicht mit einer positiv/negativ Liste herausfinden, wo deine Stärken und Interessen liegen und welche Ausbildungsberufe oder Studiengänge zu dir passen könnten.

Jede Arbeitsagentur bietet auch einen kostenlosen Berufspsychologischen Service (BPS) an. Dabei nähern sich ausgebildete Psychologen mit dir gemeinsam deinem tatsächlichen Wunschberuf an. Dafür wurden spezielle psychologische Testverfahren entwickelt.

Fall 2: Du hast schon konkretere Vorstellungen über deinen Berufswunsch, schwankst aber noch zwischen mehreren Berufswegen? Dann kann der Berufsberater mit dir über die Berufe sprechen und vielleicht passende Alternativen mit dir erarbeiten.

Er kann dir auch erklären, wie etwa das aktuelle Berufsbild aussieht, welche Zukunftsentwicklungen sich ergeben könnten und dich zu Verdienstmöglichkeiten informieren. Er kann dir auf alle Fälle viele Hintergrundinfos geben, die du nicht so ohne weiteres erhältst. Manchmal wird er dir einen zweiten Termin anbieten, damit du Zeit hast in Ruhe über die gesammelten Informationen nachzudenken.

Nähere Infos rund um das Thema Berufsberatung und Ausbildung findest Du auch in diesem Heft – bei einem Test kannst Du auch herausfinden, welcher Berufs-Typ Du bist – viel Spaß dabei.

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