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Grundstücksverhandlungen
TSV Dietmannsried muss weiter auf einen neuen Fußballplatz warten

Die Fußballer des TSV Dietmannsried müssen weiter auf einen dringend benötigten dritten Fußballplatz warten. Zwar gibt es ein Grundstück gegenüber der Laubener Straße, das von Vereinsseite als «optimal» bezeichnet wird. Doch diese Fläche, die sich im Besitz der «Pfarrpfründe» der katholischen Kirche befindet, bleibt bis auf weiteres an einen Landwirt verpachtet. Die Verhandlungen zwischen Gemeinde, Kirche und dem Landwirt sind vorerst gescheitert.

«Im Dezember sah es noch gut aus. Aber jetzt ist keine Lösung in Sicht. Es gibt Differenzen zwischen Kirche und Gemeinde», sagt Bürgermeister Hans-Peter Koch, der eine baldige Lösung für die Fußballer herbeisehnt. Diese fordern bereits seit 20 Jahren, dass ihnen die Gemeinde dabei hilft, endlich einen weiteren Fußballplatz zu finden. Die Abteilung platzt laut TSV-Vorsitzendem Heinz-Dieter Kinkel aus allen Nähten: «Momentan sind 250 große und kleine Fußballer aktiv und der Zulauf ist ungebrochen.» Der Schulsportplatz und der «Bolzplatz» auf einer von der Kirche gepachteten Wiese reichten längst nicht mehr aus. Das sieht laut Koch auch der Gemeinderat so.

Als Bürgermeister habe er intensiv darauf hingearbeitet, dass die Fußballer möglichst schon im nächsten Jahr auf dem Grundstück gegenüber der Laubener Straße einen Fußballplatz bekommen. Doch dieser Traum ist nun offenbar geplatzt. Die Kirche verweist darauf, dass sie das Grundstück bis 2014 an einen Landwirt verpachtet hat. «Dieser Vertrag hat für uns Bestand. Wenn der Landwirt nach 2014 weiter Interesse an dem Grundstück hat, dann ist er unsere erste Wahl», sagt Pfarrer Helmut Guggemos auf Anfrage unserer Zeitung.

Landwirt in Sorge wegen Lärm

Der Landwirt ist nur unter bestimmten Bedingungen bereit, von seinem Pachtvertrag zurückzutreten. Generell hat er Verständnis für die Pläne des TSV Dietmannsried. Doch er sorgt sich auch um eine mögliche Lärmbelästigung vor seiner Haustüre. Deshalb fordert er unter anderem, dass die Gemeinde für ihn die Hälfte des über 20 000 Quadratmeter großen Grundstücks kauft - also jenen Teil direkt vor seinem Hof. Der andere Teil könne dann als Fußballplatz verwendet werden. «Nur wenn mir ein Teil der Fläche gehört, kann ich sicher sein, dass da auch immer Ruhe ist und zum Beispiel nichts gebaut wird», sagt der Landwirt.

Die Gemeinde wäre laut Bürgermeister Koch sogar bereit, dem Landwirt die Teilfläche zu kaufen. Doch das geht nicht, betont Pfarrer Guggemos: «Das Gelände ist unverkäuflich», meint er und verweist auf Richtlinien der Pfarrpfründe mit Verwaltungssitz in Regensburg bzw. Augsburg. Er rät der Gemeinde, sich nach alternativen Grundstücken umzusehen, damit der TSV seine «wichtige und sinnvolle Arbeit für die Jugend» angemessen betreiben kann. Die Fußballer müssen also weiter warten.

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