Vorstudie
Wärmeversorgung für Altusried und Holzheizwerk für 3,7 Millionen Euro angedacht

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Eine Vorstudie empfiehlt der Marktgemeinde Altusried, ein Nahwärmenetz auszubauen. Das Ergebnis der Einschätzungen von Experten der Gesellschaft Dorr Energie Kempten hält eine auf Holzenergie basierende Wärmeversorgung des Markts für wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll.

Nach etwa zehn Jahren dürfte sich mit dem Ertrag Geld verdienen lassen, schätzten die Fachleute. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt, dass nach der Vorstudie nun die Vorplanung erarbeitet werden soll.

Auch im Interesse der nachkommenden Generationen ist das Thema nach Ansicht von Bürgermeister Heribert Kammel << hoch interessant >>, wenn sich durch die Heiztechnik Energie sparen lässt und sie wirtschaftlich zu betreiben ist.

Unabhängig von Krisengebieten

Gemeinderat Bruno Küber hob die Umweltfreundlichkeit CO2-neutraler Verbrennung hervor und die Unabhängigkeit von Rohstoffen wie Erdöl und Gas aus Krisengebieten. Gleichwohl mahnte er, << spitz zu rechnen >>.

Die Vorstudie stellten Geschäftsführer Markus Romer und Projektleiter Marcus Jakwerth den Gemeinderäten vor:

l Bestandteile der Bioeneergieversorgung: Die Anlage besteht aus einem Biomassekessel, der 72 Prozent der Energie erzeugt, und einem Gaskessel für 28 Prozent, der Spitzenbedarf abdeckt oder bei Ausfällen einspringt. Zum Abnehmer kommt die Wärme durch verlegte Stahlleitungen, Kunststoffrohre binden die Gebäude an. Die Investition schätzen die Planer grob auf 3,7 Millionen Euro. Für den Standort des Holzheizwerks kommt das blau eingezeichnete Areal in nebenstehender Skizze in Frage.

l Große Abnehmer: Am Beginn der Überlegungen der Planer stand, dass das Schulzentrum, das Neubaugebiet Alpenblickstraße und der Molkereibetrieb Stegmann als große Abnehmer in ein künftiges Nahwärmenetz eingebunden werden sollten. Das Milchwerk werde ein eigenes Energiesparkonzept realisieren, dennoch sei mit einem konstanten Anschlussbedarf von 1500 Megawattstunden zu rechnen.

Öffentliche Gebäude wie Rathaus und Bauhof werden ans Netz angeschlossen, potenzielle Abnehmer sind Privathäuser an der Trasse.

l Wirtschaftlichkeit: Die Experten betonten, dass als Richtwert mindestens 1,5 Megawattstunden pro Meter und Jahr nachgewiesen werden müsse, um staatliche Fördergelder zu bekommen, ein Wert zwischen 2,5 und 3,5 Megawattstunden pro Meter und Jahr sei für einen wirtschaftlichen Betrieb notwendig. Bei der jetzigen Vorplanung für ein knapp 4100 Meter langes Netz rechneten die Experten mit einem voraussichtlichen Richtwert von 2,5 Megawattstunden pro Meter und Jahr.

l Bürgerbeteiligung: Mehrfach hoben Romer und Jakwerth hervor, dass die Bürger von Anfang an eingebunden und informiert werden müssten: << Das Gefühl des von oben überstülpt bekommen darf nicht aufkommen >>, betonte Markus Romer. Auch die Frage, welche bürgerbasierte Gesellschaftsform gewählt werde, müsse genau überlegt werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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