Aufstieg
TSV AltusriedKrugzell II: mit Abstand die beste Hintermannschaft der B-Klasse

Der wahre Meister sind wir, sagt Georg Unglert (61), Abteilungsleiter des TSV Altusried/Krugzell II, mit einem Augenzwinkern. Obwohl seine Mannschaft in der abgelaufenen Saison in der Fußball-B-Klasse 8 Zweiter wurde, sieht dieser sein Team als eigentlichen Titelträger an.

"Wir haben den Meister TSV Sulzberg II zweimal geschlagen und gegen den TSV Heising II einmal gewonnen und einmal unentschieden gespielt", sagt Unglert. Dass es ihm mit dieser Aussage nicht ganz ernst ist, lässt er durchblicken. Wie auch immer: Aufgestiegen sind alle drei Mannschaften. Am Ende der Saison wurde allerdings die Entscheidung, wer Meister wird, durch das mehrfache Nichtantreten von Gegnern ein wenig zur Farce.

Trainer

Wolfgang Willer (52) will davon nicht mehr viel wissen und hat den Hickhack über die Meisterfrage für sich abgeschlossen: " Sulzberg II ist verdient Meister geworden und hatte die zwei Spiele, die am Grünen Tisch gewonnen wurden, auch so für sich entschieden." Ein Wiedersehen mit dem Kontrahenten und die Chance zur Revanche wird es aber nicht geben, da Altusried/Krugzell II in der kommenden Saison in der A-Klasse 3 im Unterallgäu spielen muss und Sulzberg II in die A-Klasse 4 eingruppiert wird. Willer trainiert das Team seit 2014.

Saison

Der Auftakt war überragend. Das erste Spiel gewann der TSV zu Hause gegen Fischen II mit 6:2. Es folgten acht Begegnungen, in denen Altusried/Krugzell II ohne jeglichen Gegentreffer blieb. Der Lohn für 756 Minuten ohne Gegentor war Platz eins mit 25 Punkten und 25:2 Toren. Spiel Nummer neun am 1. Oktober 2016 beim TSV Heising II (3:0) hatte es aber in sich. Zum einen brachten die Altusrieder dem Gastgeber die erste Saisonniederlage und gleichzeitig einzige Heimniederlage der Saison bei.

Doch dieser Sieg hatte seinen Preis. Willer: "Dort haben sich zwei unserer Leistungsträger verletzt und fielen für die restliche Saison aus." Die Quittung folgte, denn die nächsten zwei Spiele gingen jeweils 0:4 verloren. Nach einem Sieg setzte es zwei weitere Niederlagen und Altusried/Krugzell II fiel zwischenzeitlich gar auf Nichtaufstiegsplatz vier zurück. "Das war eine kleine Krise", sagt Willer. Seine Mannschaft kam aber zurück und verlor anschließend bis zum Schluss keine weitere Partie.

Schlüsselspieler

Routinier Elmar Kiechle war bis zu seiner Verletzung in Heising mit dem jungen Robin Fischer eine Bank in der Innenverteidigung. "Mit ihm hatten wir noch wesentlich weniger Gegentreffer kassiert", sagt Willer. Doch auch so war Altusried/Krugzell II das Team mit der besten Abwehr der Liga. Große Effizienz bewies Andreas Henkel, der neun Treffer erzielte und neun Mal auflegte. Antreiber des Teams: Kapitän Lars Top.

Aussicht

Gewisse Zeit war offen, ob der Verein das Aufstiegsrecht wahrnimmt, da die Personallage knapp ist. Willer: "Es war unser großes Ziel aufzusteigen. Das Team, nicht der Verein, hat entschieden, nach oben zu gehen. Wir haben gute Kameradschaft und Zusammenhalt. Das ist unser Erfolgsgeheimnis. Aber wir wissen auch, dass wir gegen den Abstieg spielen werden."

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