Theaterkästle Altusried
Theaterkästle Altusried: Bissige Satire zu Liebe und Kunst

Das als leichtfüßige Komödie getarnte Theaterstück 'Das Maß der Dinge' von Neil La Bute entpuppt sich als bissige Satire über Liebe und Kunst. Das wurde bei der Premiere im Theaterkästle Altusried deutlich. Regisseur Ulrich Schwab hat sich für ein bürgerliches Schauspiel auf hohem Niveau entschieden.

Das Stück zeigt auf unbarmherzig realistische, doch sehr unterhaltsame Weise die Oberflächlichkeit der Maßstäbe, nach denen jeder Mensch in modernen Gesellschaftsformen beurteilt wird. Auch der Kunstbegriff und damit Fragen nach dem Maß, beziehungsweise den Grenzen der Kunst werden aufgeworfen.

Adam (gespielt von Sebastian Heerwart) lernt bei seiner Arbeit als Museumswächter auf eher ungewöhnliche Weise die Kunststudentin Evelyn (Julia Empter-Heerwart) kennen. Evelyn will einer riesigen Statue einen Graffiti-Penis aufzusprühen, um auf diese drastische Weise gegen 'verlogene Kunst' zu protestieren. Der Penis der Skulptur war zuvor wegen Beschwerden von Besuchern mit einem 'Blätterbüschel' aus Gips verdeckt worden.

Unwissentlich Teil einer Affäre

Die beiden werden ein Paar, und von Szene zu Szene verändert sich Adams äußeres Erscheinungsbild: Er geht zum Frisör, ersetzt die Brille durch Kontaktlinsen, nimmt ab, trägt neue Kleidung und unterzieht sich sogar einer Schönheitsoperation.

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Wie weit lässt sich ein Mensch im Glauben an das große Liebesglück manipulieren? Adams Freunde Philip (Daniel Gertis) und Jenny (Lara Waldow), die demnächst heiraten wollen, sehen anfangs belustigt mit an wie Evelyn Adam in einen offensichtlich anderen, schöneren, interessanteren Menschen verwandelt. Doch schon bald sind die beiden unwissentlich Teil einer Affäre, bei der sich Evelyn von einer Künstlerin zur Menschen-Formerin aufspielt und Fragen der Ehrlichkeit, Moral und Menschlichkeit bestenfalls belächelt.

Die textnahe Inszenierung überzeugt durch Wortwitz und Situationskomik sowie die schauspielerischen Leistungen von Julia Empter-Heerwart und Sebastian Heerwart.

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Allen vier Darstellern gelangt es, einen Spannungsbogen zu erzeugen, der die Zuschauer von Anfang bis Ende im Bann hielt, und so wurden sie zu Recht vom Publikum mit viel Beifall belohnt.

Weitere Aufführungen am 7., 8., 9., 14., 15., 16., 21., 22. und 23. Oktober. Beginn je 20 Uhr. Karten im Vorverkauf unter Telefon 01805/59 22 00.

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