Investition
Schrattenbach bekommt Haus der Vereine

Auf der faulen Haut sitzen ist nicht die Art von Johann Rößle. Der Lehrer der Mittelschule Dietmannsried ist aktiver Schütze, Gemeinderat, Mitglied der Feuerwehr und im Musikverein sowie örtlich Beauftragter der Dorferneuerung Schrattenbach. Die Vereine haben laut Rößle einen großen Anteil daran, dass im 400-Seelen-Weiler alles prima läuft.

Aus diesen Gründen ist er überzeugt davon, dass "seine" Schrattenbacher auch kräftig mit anpacken beim geplanten Umbau der alten Schule zum Haus der Vereine. Auf rund eine Million Euro wurde dieses Projekt jüngst im Gemeinderat veranschlagt. Das Gremium stimmte grundsätzlich zu, 2012 und 2013 jeweils 400 000 Euro dafür im Haushalt bereitzustellen - eine staatliche Förderung von 150 000 Euro ist bereits gesichert.

Im Rahmen der Dorferneuerung flossen in den vergangenen Jahren 850 000 Euro in die Verschönerung des Ortes, vor allem in die Gestaltung des Platzes rund um die Kirche. 'Während der Dorferneuerung ist uns auch bewusst geworden, welchen Anteil am guten Miteinander die Vereine vor Ort haben,' sagt Rößle. Deshalb wurde beschlossen, die alte Schule (dort ist unter anderem der Kindergarten untergebracht) um ein Haus der Vereine zu erweitern.

150 000 Euro staatliche Zuschüsse sind gesichert. Rößle hofft auf zusätzliche finanzielle Unterstützung über den Musikförderfonds – und natürlich auf viel Eigenleistung von den Schrattenbachern selbst. In Muthmannshofen, Überbach und Reicholzried seien bereits Gemeinschaftshäuser mit großer Eigenbeteiligung verwirklicht worden.

'Das schaffen wir Schrattenbacher mit Sicherheit auch,' sagte Rößle im Gemeinderat.

Ein Anbau an die alte Schule

Im Frühjahr soll Baubeginn sein. Mit einer Fertigstellung ist wohl frühestens Ende 2013 zu rechnen. Und das ist geplant:

Der Holzstadel neben der alten Schule wird abgerissen. An seine Stelle kommt ein Anbau an die alte Schule mit einer Grundfläche von rund 120 Quadratmetern. In diesem Anbau soll die Landjugend im Kellergeschoss ihr Domizil erhalten, der Musikverein bekommt im Erdgeschoss seinen Probenraum. Bislang teilen sich die beiden Vereine einen Raum in der alten Schule.

Wenn die Musiker und die Landjugend umgezogen sind, dann erhalten die Kindergartenkinder im Erdgeschoss der alten Schule einen eigenen Gymnastikraum.

Die Schützen bleiben im ersten Stock der alten Schule. Sie müssen beim Umbau aber Brandschutzvorsorge treffen. Auch die Toilettenanlagen müssen modernisiert werden, sagt Rößle. Wegen der Feuchtigkeit im Gemäuer müsse das alte Gebäude darüber hinaus trocken gelegt werden.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen