Verlagsbeilage
Schöner Garten - Tipps zum Gestalten und Genießen

Gerade hat das Frühjahr begonnen und mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen kommen die Frühlingsblüher im zarten Grün des neuen Jahres zum Vorschein. Wer will da schon an den Herbst und Winter denken?!

Nun, es gibt Menschen, die das ganze Jahr im Blick haben und auch im Frühling schon an Herbst und Winter denken: Die Hobbygärtner und Gartenfans. Ausgestattet mit langjähriger Erfahrung und den Tipps der Fachleute schreiten sie zur richtigen Zeit zur richtigen Tat und haben so quer durch alle Jahreszeiten einen echte Oase.

Frühling

Wer sich jetzt um Schnitt, Pflege und Pflanzung kümmert, dessen Grün wird sich im Sommer von seiner besten Seite zeigen. Zu den ersten Gartenarbeiten des Jahres gehört der Frühjahrsschnitt von Bäumen und Sträuchern. Wichtig ist jedoch, Frühjahrsblüher wie Forsythien, Magnolien oder Obstbäume nicht jetzt, sondern erst nach der Blute zu schneiden. Sommerblühern, wie Weigelie, Sommerflieder oder Hortensie, tut der Schnitt im Frühjahr hingegen gut, da er das Wachstum anregt. Hinzu kommt, dass bei den meisten Gehölzen Jungtriebe mehr Bluten ausbilden als alte Zweige.

Der Frühling ist auch eine klassische Zeit für die Neupflanzung. Schließlich steht noch der gesamte Jahreszyklus bevor. Ob ein frühblühender Ranunkelstrauch oder ein sommerliches Rosenbeet, eine immergrüne Hecke aus Zwergliguster oder ein Amberbaum mit intensiver Herbstfärbung – generell ist bei der Pflanzung im Frühling großzügiges Angießen zu empfehlen. Das tut den neuen Pflanzen zum bevorstehenden Austrieb sehr gut.

Sommer

Im Sommer haben die Hobbygärtner eine wichtige "Aufgabe": Ihr Werk in vollen Zügen zu genießen. Jetzt ernten sie den Lohn für ihre Mühen und Hingabe – und zwar im wahrsten Sinne. Denn an dem farbenfrohen, duftenden, blühenden und grünenden Umfeld erfreut sich nicht nur das Auge, sondern auch der Gaumen.

Tomaten, Bohnen, Krauter, (Erd)Beeren: Die eigene Ernte einzufahren, ist ein besonderes Glück. Und Aroma. Ein wichtiger Tipp zum Gemüseanbau: Nicht jede Pflanze vertragt sich mit allen Artgenossen. Tabu sind beispielsweise Petersilie und Salat direkt nebeneinander. Ein harmonisches Nachbarschaftsverhaltnis hingegen pflegt etwa Kohl mit Kopfsalat. Wahre 'Retro'-Leckerbissen sind etwa Mangold, Schwarzwurzel und Pastinake.

Damit dem optischen und kulinarischen Vergnügen den gesamten Sommer über nichts im Wege steht, ist allerdings Gießen unerlässlich. Regelmäßig und vor allem richtig. Gewassert werden sollte morgens zwischen sechs und sieben Uhr, wenn es draußen noch angenehm kühl ist. Dann nämlich verdunstet nur sehr wenig Gießwasser und die Pflanzen sind den ganzen Tag über optimal mit Flüssigkeit versorgt. Gießt man den Garten dagegen erst am Abend, kann es sein, dass so manche 'Dauerdurstpflanze' spätestens am Nachmittag schlapp macht. Wichtig:

Nicht in der Mittagshitze und direkt auf die Blätter gießen. Denn in den Wassertropfen kann sich das Sonnenlicht brechen und so die Blätter regelrecht verbrennen. Wenn man tagsüber wassern muss, immer auf den Wurzelbereich gießen. Was die Wassermenge angeht, gilt als Faustregel: 30 Liter Wasser pro Quadratmeter oder mehr. Viele Pflanzen zeigen Wassermangel übrigens durch eingerollte Blatter und herabhängende Triebspitzen an, soweit sollte es man aber nicht kommen lassen.

Herbst

Nun werden die Weichen für das nächste Jahr gestellt. Denn es ist eine Frage von Gartengestaltung und Pflanzenauswahl, ob man seinen Garten das ganze Jahr über genießen kann. Solange der Boden noch nicht gefroren ist, geht unter der Bodenoberfläche das Wachstum weiter. Deshalb ist der Herbst die beste Pflanzzeit. Die Pflanzen bilden bis weit in den Winter hinein noch Wurzeln, vor allem die für die Versorgung wichtigen Feinwurzeln, so dass sie im Frühjahr einen Entwicklungsvorsprung haben. Besonders wurzelnackte Pflanzen sollten jetzt im Spätherbst gepflanzt werden.

Wenn die Gehölze das Laub abgeworfen haben, kommt ihre eigentliche Struktur zum Vorschein – und das Fachauge erkennt, ob und was geschnitten werden muss. Manche Gartenpflanzen sind zudem nicht winterhart, empfindliche Graser sowie einige Geholze und Stauden sollten vor dem Wintereinbruch mit geeignetem Frostschutz versehen werden. Auch die meisten Kübelpflanzen brauchen einen frostfreien Winterstandort.

Winter

Es klingt etwas paradox, aber nicht nur Minustemperaturen, auch die wärmende Wintersonne kann Pflanzen schaden. Dann nämlich, wenn stärkere Sonneneinstrahlung für eine kräftige Tageserwärmung sorgt und damit ein gefährliches Kontrastprogramm zu den Nachtfrösten darstellt. Auch auf der Sonnen- und der Schattenseite eines Baumes kann an solchen Wintertagen ein erheblicher Temperaturgegensatz herrschen. Die Folge: Die Rinde dehnt sich in der Wärme aus und es kann zu Spannungsrissen kommen.

Vor allem junge Obst- und Ziergeholze, die noch keine Borke gebildet haben, sind dafür anfällig. Die entstandenen Wunden sind häufig Einfallstor für Bakterien, Pilze und Schädlinge. Um das zu verhindern, nehmen die Experten für Garten und Landschaft bei jungen Bäumen üblicherweise einen Weißanstrich der Stamme vor. Er reflektiert die Sonnenstrahlen, verhindert so eine zu starke Erwärmung der Rinde und beugt dadurch Spannungsrissen vor.

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