Special Straßenbauprojekte im Allgäu SPECIAL

Pläne
Ortsumfahrung in Altusried geplant

Es ist eines der großen Themen in Altusried: der Verkehr, der tagtäglich durch den Ort rollt und der eines Tages durch eine Umfahrung aus der Ortsmitte verbannt werden soll. Dass die Umsetzung des Projekts ein langer Weg ist, hatte Thomas Hanrieder vom Staatlichen Bauamt den Altusrieder Gemeinderäten im Februar verdeutlicht:

Zwischen sechs und 13 Jahre kann es dauern, bis etwas passiert. Dafür, dass am Tag X aber tatsächlich etwas passieren kann, müssen die Verantwortlichen in der Gemeinde schon jetzt Sorge tragen: Sie müssen aufpassen, dass sie sich mit anderen Projekten nicht mögliche Trassen für eine Umfahrung verbauen.

Genau darum ging es jetzt im Bauausschuss. Es galt abzuwägen, ob eine Änderung des Bebauungsplans 'Geyersbühl II' einer Trasse in die Quere kommen würde.

Die Trasse, um die es geht, hat Manfred Sabel von der Bürgerinitiative Rathaus-Ortsentwicklung Altusried ausgearbeitet. Sie führt vom Kreisverkehr im Osten Altusrieds über die Alpenblickstraße und von dort – am Abzweig zur Rothensteinstraße – in südwestlicher Richtung wieder auf die Staatsstraße (siehe Grafik).

Die Änderung des Bebauungsplans 'Geyersbühl II' sieht nun aber die Erweiterung der bestehenden Bebauung südlich der Rothensteinstraße um einen direkt anschließenden 800 Quadratmeter großen Bauplatz in Richtung Osten vor. Nun galt es zu bewerten, ob diese Erweiterung einen späteren, möglichen Bau der Umfahrung in diesem Bereich ausschließen würde, weil der Platz fehle.

Würde die Trasse realisiert, hieß es zudem aus der Verwaltung, müsste die Kreuzung an der Rothensteinstraße umgebaut werden.

Schließlich waren sich die Mitglieder des Bauausschusses einig, dass eine Erweiterung des Baugebiets einer Umfahrung dort nicht entgegenstehen würde. Damit war man auch einer Meinung mit den Vertretern des Straßenbauamts: Durch eine Erweiterung des Baugebiets nämlich würde der Korridor für eine mögliche Umfahrung zwar enger, aber eben auch nicht verschlossen.

Sabels Variante bleibe also eine von diversen Möglichkeiten. Die Bürgerinitiative tendiert klar dazu. Denn eine verbesserte Anbindung der Alpenblick- an die Staatsstraße entlaste den Ortskern, besonders vom Durchgangsverkehr. Und andere Planungen für eine ortsferne Umfahrung würden dadurch nicht behindert.

Anlieger skeptisch

Anders sehen das die Anwohner der Rothensteinstraße, wie sie in der Bauausschusssitzung deutlich machten. Sie stehen der vorgestellten Variante skeptisch gegenüber: Dass aller Verkehr aus der Alpenblickstraße an ihren Haustüren vorbeigeführt werden soll, gefällt ihnen aus verschiedenen Gründen gar nicht. Doch welche Umfahrungs-Variante einmal Wirklichkeit wird, das ist ohnehin noch Zukunftsmusik.

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