Aktion
Letzter Schliff fürs Gemeinschaftshaus Muthmannshofen

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«Daheim blieb in der letzten Zeit freilich einiges liegen,» schmunzelt Josef Traut. Wie andere Muthmannshofener verbringt er seit vielen Monaten Wochenende für Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus neben der Kirche.

Der Schreiner fertigte beispielsweise die Holzschränke in der neuen Schießanlage im Untergeschoss und auch nebenan, in einem der beiden gemeindlichen Räume. Knapp 800 Stunden hat allein der 58-Jährige in die Ausgestaltung des neuen Dorftreffpunkts investiert. «Insgesamt hatten wir 126 ehrenamtliche Helfer, die über 11000 Arbeitsstunden einbrachten,» sagt Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister Hans-Jörg Dorn. «Man kann sagen, das ganze Dorf hat mit angepackt.»

Im Juni 2009 begannen die Umbauarbeiten. Von der ersten Stunde an war auch Max Schönmetzler (73) dabei. Er sagt: «Das ist jetzt ein Haus, indem sich alle wohlfühlen können.» Hilde Wagner nickt: «Es ist so wunderschön geworden. Da kommt man gerne zum Putzen.»

Die 71-Jährige arbeitet seit vielen, vielen Jahren im jetzigen Dorfgemeinschaftshaus am Berg. Von 1971 an war sie Hausmeisterin in der damaligen Schule. Als in den 80er Jahren (trotz der angebauten Turn- und Festhalle) die Schule aufgelöst wurde, blieb sie «Mädchen für alles» im Tagungshaus des Kreisjugendrings Oberallgäu. Jetzt freut sich Hilde Wagner, dass ihr Sohn Herbert mit seiner Frau Tanja die Hausverwaltung des neuen Gemeinschaftshauses übernimmt. Beide will sie weiter unterstützen «beim Bedienen, Kochen und was halt so anfällt».

Jeden Freitagabend soll offen sein, sagt Hans-Jörg Dorn. «Wie es sich weiterentwickelt, wird man sehen.»

70 Sitzplätze gibts im Gemeinschaftsraum, der auch für Familienfeste genutzt werden kann. Fast überall im Haus ist Holzboden. Die Wände sind in einem sanften Gelbton gehalten, die Vorhänge in fröhlichem Orange. Wo früher die Schlafräume waren, ist nun ein großer, heller Probenraum für den Kirchenchor und die Musiker. Eine Holztreppe führt zudem auf eine Empore. Dort ist Claudia Schönmetzler (33) mit letzten Putzarbeiten beschäftigt. Sie ist überzeugt davon: «Die gemeinsame Arbeit hat die Vereine zusammengeschweißt.»

Nachmittags treffen sich alle auf der sonnigen Terrasse. Sie liegt auf dem roten Anbau, der für den Einbau des Schießstandes im Untergeschoss notwendig geworden war. Schreiner Traut hat die fröhlichen Lacher der rund 20 Helfer auf seiner Seite, als er sagt. «Wir machen künftig alle keinen Urlaub mehr und treffen uns bei schönem Wetter auf der Terrasse.»

TagderoffenenTür ist am Sonntag, 10. April, 11 bis 16 Uhr. Der Festtag beginnt um 10 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Kirche.

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