Ehrenamt
Landkreis Oberallgäu zeichnet 750 freiwillig Engagierte mit Karte aus ndash Auftakt in Kimratshofen

Nachdem die Stadt Kempten bereits 300 Ehrenamtliche für ihr Engagement mit der Ehrenamtskarte belohnt hatte (wir berichteten), sind jetzt 750 verdiente Ehrenamtliche im Landkreis dran. Parallel zu der Veranstaltung in Bad Hindelang gab es am Montagabend im Saal der 'Alten Post' in Kimratshofen die Karten für ehrenamtlich verdiente Bürger aus Wiggensbach und Altusried mit seinen Ortsteilen.

Weitere Veranstaltungen in Oberallgäuer Gemeinden folgen. Altusrieds Bürgermeister Heribert Kammel nannte die ausgezeichneten Persönlichkeiten 'Edelsteine unserer Gesellschaft, auf die wir gerne schauen und zurückgreifen'. Weil ihre Dienste 'eigentlich nicht bezahlbar' seien, komme sein Dankeschön von ganzem Herzen.

Stellvertretender Landrat Anton Klotz (Haldenwang) lobte die sich 'Ständlesspielar' nennenden sieben jungen Bläser, weil sie mit ihrem Marsch 'Mein Heimatland' genau die richtige Ouvertüre intonierten. Mit dem Wort des jungdeutschen Publizisten und Schriftstellers Ludwig Börne 'Vieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht' würdigte er die Vielfalt der Leistungen Ehrenamtlicher.

Ob bei Musikkapellen, Sportvereinen, Feuerwehren, Hilfsorganisationen oder in den Kirchen: Ohne die persönliche Ansprache und Unterstützung durch ehrenamtlich Tätige wäre vieles in unserer Gesellschaft gar nicht möglich.

Hier im Allgäu, so Vizelandrat Klotz, habe das Ehrenamt eine ganz besondere Stellung: 'Kultur- und Brauchtumsarbeit im Allgäu heißt Allgäuer Werte und Traditionen hochhalten – sich seiner Wurzeln, seiner Heimat besinnen.'

Laut dem deutschen Ehrenamtsatlas liegt die Engagementquote im Durchschnitt bei 34,4 Prozent. Im Landkreis Oberallgäu betrage die Quote mehr als 50 Prozent. Alle Empfänger mögen die Ehrenamtskarte als Ausdruck der Wertschätzung durch den Landkreis betrachten. Sie mögen mit der Karte 'Vielfalt und Schönheit unseres Allgäus' erleben und genießen.

'Pfundige G’schicht' mit Haken

Franz Merk, Allgäuer Vorzeige-Trachtler der Altusrieder 'Koppachtaler' meinte, nachdem er die Vielfalt kostenfreier Leistungen von 70 Einrichtungen im Landkreis studiert hatte: 'A echte Ehre, wenn ma des Ding kriagt!' Die 'pfundige G’schichte' aber habe einen Haken. Größtes Problem sei, dass man als Ehrenamtlicher gar keine Zeit habe, wirklich alles zu nutzen.

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