Soziales
Kletterprojekt des Altusrieders Jonas Reissmüller (19) in Südafrika schreitet voran

Jonas Reissmüller aus Altusried macht derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika.
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  • Jonas Reissmüller aus Altusried macht derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Michelle Aus dem Bruch

Seit August 2017 ist Jonas Reissmüller aus Altusried schon im südafrikanischen Township Ikageng. Er macht dort ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Weil er selbst leidenschaftlicher Kletterer ist, hat er dort ein besonderes Projekt gestartet: Er möchte den Straßenkindern das Klettern ermöglichen und hat Spenden gesammelt, um dort einen Boulderblock und Klettergerüste für die Kinder zu bauen. Bevor er nächsten Monat wieder zurück nach Deutschland fliegt, kann er schon die ersten Fortschritte seines Projekts begutachten.

Jungle Gyms sind aufgebaut

Geplant waren drei Kletteranlagen für die Kindergärten im Township und eine Boulderwand für das Straßenkinderheim Thakaneng. Insgesamt drei Creches (Kinderhorte) haben inzwischen ein eigenes "Jungle Gym". Das sind Klettergerüste mit einer integrierten Rutsche, einem Spinnennetz und Schaukeln. "Die Aktion war ein Erfolg und die Geräte werden viel genutzt", erzählt Jonas. 15 bis 35 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren können auf den Gerüsten spielen und sich austoben.

Arbeiten an der Boulderwand schreiten voran

Auch die Arbeiten an der Boulderwand am Straßenkinderheim Thakaneng schreiten voran. Mitte Juni haben Jonas und ein großes Team aus Einheimischen und anderen deutschen Freiwilligen mit den Arbeiten für das Fundament der Boulderwand begonnen. Zwei Wochen später konnten sie den Grundstein für das Mauerwerk legen. Noch diese Woche soll das Mauerwerk auf vier Metern Höhe fertiggestellt werden. Danach beginnen der Altusrieder und sein Team mit der Holzkonstruktion. Diese wird direkt an das Mauerwerk geschraubt, um daran Holzplatten zu befestigen, an denen die Klettergriffe festgemacht sind.

Wenn die Boulderwand fertig ist, kommt noch ein Vordach über die Wand und der Boden unten wird zur Sturzabsicherung mit Kies aufgeschüttet. "Die Griffe und Volumes bekommen wir komplett gesponsert, ebenso ist ein Paket der DAV-Sektion Allgäu-Kempten mit 34 Paar Kletterschuhen unterwegs", erklärt Jonas. Von den insgesamt 3.800 Euro Spenden sind für das Boulderprojekt noch 500 Euro übrig. Das Restgeld reicht noch für den Bau des Daches und der Kiesgrube. "Für das Holz müssen wir allerdings nochmal rund 600 Euro ansetzen. Hinzu kommen die Arbeitsstunden unserer Helfer." Deswegen sammelt Jonas auf seiner Webseite weiterhin fleißig Spenden.

Wie es nach dem FSJ weiter geht

Voraussichtlich 7. August kann die Boulderwand dann eröffnet werden. Kurz danach läuft das Visum von Jonas und den anderen Freiwilligen aus. Der 19-Jährige plant jedoch, im September nochmal für zwei Wochen nach Südafrika zu fliegen. "In dieser Zeit werde ich gemeinsam mit den neuen "weltwärts"-Freiwilligen und Einheimischen Konzepte ausarbeiten und sie soweit in den Sport einführen, dass das Projekt anschließend vor Ort weiterlaufen kann," erzählt er. Außerdem möchte er eine Sportklettergruppe gründen, die sich regelmäßig zum Training trifft. Ein junger Südafrikaner leitet diese dann, wenn Jonas wieder in Deutschland ist.

Das Projekt läuft also nach seinem FSJ noch weiter. Auch die Webseite bleibt bestehen, damit weiter neue Klettergerüste gebaut werden können, die Boulderwand instand gehalten werden kann und die Kinder Klettertraining bekommen.

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