165.000 Euro
Kirchenmauern von St. Agatha in Kimratshofen werden neu abgedichtet

Anton Selak von der Firma Dobler zeigt am Südportal die Pläne für die Trockenlegung der Kirchenmauern von St. Agatha in Kimratshofen und den Bau der barrierefreien Rampe.
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  • Anton Selak von der Firma Dobler zeigt am Südportal die Pläne für die Trockenlegung der Kirchenmauern von St. Agatha in Kimratshofen und den Bau der barrierefreien Rampe.
  • Foto: Sabine Verspohl-Nitsche/pdke
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Das Fundament der Pfarrkirche St. Agatha in Kimratshofen wird seit einigen Wochen freigelegt und anschließend neu gegen Feuchtigkeit abgedichtet. Auch die Erdung des Blitzableiters wird erneuert und mit einer Ringleitung rund um das Gotteshaus verlegt. Außerdem wird die Stufenanlage des Südportals verbreitert und mit einer barrierefreien Rampe versehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 165.000 Euro. Rund 60 Prozent bezuschusst das Bistum Augsburg, die Kirchenstiftung steuert Ersparnisse in Höhe von 25.000 Euro bei und den restlichen Betrag von 30.000 Euro muss die Katholische Kirchengemeinde St. Agatha über Spenden selbst aufbringen.

Beim Kirchenbau vor mehr als 130 Jahren wurden die im Erdreich liegenden Grundmauern nicht mit einem Feuchtigkeitsschutz versehen, erklärt Kirchenpfleger Manfred Dorn. Probegrabungen im Jahr 2018 hätten ergeben, dass das bis zu einem Meter starke Ziegelmauerwerk der Pfarrkirche insgesamt fünf Ziegellagen, also 45 Zentimeter tief, in das Erdreich hinunterreiche. Es stehe auf einem soliden Betonfundament, das bis zu 1,2 Meter tief ist. Die aufsteigende Nässe habe das Mauerwerk der Kirche bereits geschädigt, fährt der Kirchenpfleger fort. Daher sei eine Abdichtung dringend nötig gewesen. Mit der Planung und Bauleitung wurde der Architekt Roman Völk aus Waltenhofen beauftragt.

Die ausführende Baufirma Dobler stieß zu Beginn ihrer Arbeiten auf Unerwartetes: Die Fugen der ins Erdreich gehenden Ziegellagen lösten sich bei der Säuberung und mussten mit speziellem wasserundurchlässigem Trasszement-Mörtel wieder gefüllt werden. Auch die Erdungen der Blitzableiter stellten sich als erneuerungsbedürftig heraus, so dass eine neue Ringleitung gelegt werden musste, berichtet Manfred Dorn. In den freigelegten Bereich wurde zur Abschirmung der Feuchtigkeit eine neue, tiefliegende Drainage eingebaut. Filter- und Sickersteine, Geovlies sowie eine Rollierung komplettieren den Feuchteschutz.
Mittlerweile ist auch das Fundamt für die Rampe zum barrierefreien Zugang des Südportals fertiggestellt. Die Arbeiten werden in absehbarer Zeit abgeschlossen werden, kündigt der Kirchenpfleger weiter an. Als weiteres Projekt müssten in einigen Jahren dann die Feuchteschäden am Putz des Kircheninnenraums beseitigt werden, so Manfred Dorn. Um die 30.000 Euro Eigenanteil zu finanzieren, hat die Pfarrei St. Agatha ein Spendenkonto eingerichtet: Raiffeisenbank im Allgäuer Land, IBAN DE19 7336 9264 1003 201589. Betreff: „Kirche St.Agatha“.

Anton Selak von der Firma Dobler zeigt am Südportal die Pläne für die Trockenlegung der Kirchenmauern von St. Agatha in Kimratshofen und den Bau der barrierefreien Rampe.
Der Graben auf der Südseite der Kirche St. Agatha.

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