Schlager
Howard Carpendale auf der Freilichtbühne in Altusried

2000 Fans - der Frauenanteil ist deutlich erhöht - folgen dem Ruf von Howard Carpendale auf die Allgäuer Freilichtbühne in Altusried. Sie lassen für gut zwei Stunden die Sorgen Sorgen sein, und die rockigen bis schmusigen Melodien des blonden «Fönengels» tragen sie durch den Abend.

Keinesfalls will << Howie >>, wie er von seinen Fans gerufen wird, als << Schlagerfuzzi >> gesehen werden, eher schon als Edelpop-Lieferant. Das Schreiben der gefühlvollen Texte delegiert der 65-Jährige lieber, das gibt er offen zu. Für deren Interpretation auf der Bühne jedoch ist immer der Chef zuständig.

Und da nimmt sich Carpendale, der in den letzten Jahren immer wieder seinen Rücktritt ankündigte, viel Raum.

Leger zwar, aber nicht ganz originell: << Hi >> als Begrüßungsstück, << Simply the Best >> als Publikumslob und << Hello again >> zum Antritt in der zweiten Halbzeit. Viel diskutiert werde der Oldie-Anteil im Konzert in der Band, sagt er.

Der steigert sich im Laufe des Abends und Carpendale reicht der Stimmung wegen seine Schlagersongs in kompakten Medley-Häppchen (in einem finden sich natürlich auch << Deine Spuren im Sand >> und << Freunde oder Fremde >>).

Was er gar nicht hätte tun müssen, denn die Fans sind von Anfang an Feuer und Flamme. Nur einen Publikums-Wunschtitel umschifft Howard Carpendale diesmal: << Das schöne Mädchen von Seite 1 >>.

Elvis-Parodie misslingt

Die Maschine der mit sechs Musikern gut bestückten Band läuft rund, und das männliche Chor-Trio macht auch jenseits aller Schubidamdams und Uhuhuhuhus eine stimmstarke Figur. Fast stärker als Carpendale selbst.

Dem verunglückt eine kurze Elvis-Parodie deutlich, und ein textlicher Blackout wie beim Hit << Samstag Nacht >> dürfte einem Bühnenprofi eigentlich nicht unterlaufen - doch Fans verzeihen dies dem charmanten Schmusesänger natürlich.

Der Auftritt in Altusried ist für den Sänger auch so etwas wie ein Probelauf für die im Herbst beginnende Hallentournee. Doch << Howies >> oft auch anzügliche Ansagen zünden nicht immer. Aber noch hat er Zeit, daran zu feilen. Sein Bühnenabschied scheint jedenfalls in weite Ferne gerückt.

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