Verwaltungsgemeinschaft
Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Bad Grönenbach

Die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Bad Grönenbach hat den Austritt der Gemeinde Wolfertschwenden aus der Verwaltungsgemeinschaft mit 9:3 Stimmen abgelehnt. Eine endgültige Entscheidung muss nun der Landtag fällen.

Der Grönenbacher Bürgermeister Bernhard Kerler erläuterte bei der Diskussion, dass sich neben dem Marktgemeinderat Bad Grönenbach in dieser Woche auch der Woringer Gemeinderat gegen einen VG-Austritt von Wolfertschwenden ausgesprochen habe. Laut Bürgermeister Volker Müller hat sich das Woringer Ratsgremium einstimmig gegen den Antrag entschieden.

Wolfertschwendens Bürgermeister Karl Fleschhut betonte, der beantrage VG-Austritt habe nichts mit Kritik am Personal der Verwaltung zu tun. Vielmehr habe Wolfertschwenden eine Geschäftstätigkeit entwickelt, die dem Volumen einer viel größeren Gemeinde entspreche. Deshalb hätten sich für ihn die Verhältnisse innerhalb der VG dahingehend verändert, dass es Zeit für eine Veränderung werde.

Bedenken in Bezug auf das gegenseitige Miteinander der verbleibenden VG-Gemeinden teilte Fleschhut nicht: «Mir ist kein Beschluss bekannt, bei dem Woringen gegen Bad Grönenbach gestimmt hätte.»

Bürgermeister Kerler bestätigte, dass sich Wolfertschwenden gut entwickelt habe. Man dürfe aber nicht vergessen, dass dies auch auf die Unterstützung der gemeinsamen VG-Verwaltung zurückzuführen sei. Kerler kritisierte, dass für die verbleibenden VG-Gemeinden höhere Kosten entstehen würden, und dass es schwierig wäre, den Personalbedarf abzustimmen beziehungsweise neu zu regeln. Kerler erläuterte, dass Wolfertschwenden im Hinblick auf die Verwaltungspräsenz gut aufgestellt sei - sogar besser als die größere Gemeinde Woringen.

«Egal, wie die Sache ausgeht: Wir werden weiterhin zusammenarbeiten müssen», fügte das Bad Grönenbacher Ratsmitglied Gerhard Trunzer an und meinte, dass sich der Marktrat sachlich mit dem Thema auseinandergesetzt und zum Wohle der eigenen Bürgerschaft abgestimmt habe.

«Totgeschwiegen worden»

Rat Josef Harzenetter aus Wolfertschwenden bekräftigte, dass die Bemühungen um den VG-Austritt längst bekannt gewesen und seit 2007 totgeschwiegen worden seien. «Wenn es eine Außenstelle der VG-Verwaltung im Rathaus in Wolfertschwenden gegeben hätte, wäre es möglich gewesen, in der VG zu verbleiben», betonte Harzenetter.

«Es ist wichtig, dass alle drei Gemeinden zusammenarbeiten», empfahl Woringens Dritter Bürgermeister Manfred Hanka und fügte an, er wolle nicht in Abrede stellen, dass manches nicht so gut gelaufen sei.

Dass die interkommunale Zusammenarbeit wegfallen könnte, empfand Karl Fleschhut als «nicht besonders schlimm». Denn die habe auch in der Vergangenheit «nur sehr eingeschränkt stattgefunden».

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