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Firmenerweiterung
Für EK-Pack Folien GmbH soll die Mariabergstraße in Ermengerst verlegt werden

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Einstimmig fiel in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Wiggensbach der Beschluss, die Teilverlegung der Mariabergstraße schon im Frühjahr zu beginnen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Firma EK-Pack ihre geplante Betriebserweiterung auch tatsächlich durchführen wird. Um die Anlieger zu entlasten, erfolgt die ursprünglich für heuer vorgesehene Hauptsanierung der Mariabergstraße erst im kommenden Jahr.

Es gelte, den Standort der Firma EK-Pack mit ihren 220 Arbeitsplätzen zu sichern, erklärte Bürgermeister Thomas Eigstler und informierte über die geplante Betriebserweiterung. Aus betriebstechnischen Gründen sei der Anbau nur westlich des bestehenden Komplexes zur Straße hin möglich – und die Straßenverlegung unumgänglich.

Eigstler gestand ein, dass die veranschlagte Bauzeit von sechs bis acht Wochen eine enorme Belastung für die Anwohner darstelle.

Gehweg wird weitergeführt

Mit den entsprechenden Planungen wurde die Firma Christl Consult beauftragt. Jetzt stellte Gerhard Christl die Ergebnisse vor: Um den geplanten Firmenanbau von 35 mal 35 Metern zu ermöglichen, wird die Straße in Höhe des Betriebs nach Norden verlegt. Die neue Trasse mit einer Länge von 207 Metern soll auf 6,5 Meter verbreitert werden, der Gehweg wird weiter geführt.

Nach derzeitigem Planungsstand könne der Regen- und Schmutzwasserkanal überbaut werden, da dieser nur von EK-Pack genutzt wird. Die Trinkwasserleitung wird jedoch in die neue Straßenfläche verlegt.

'Der Aufwand ist hoch', merkte Christl an und erklärte, warum: Probebohrungen hätten ergeben, dass ein tragfähiger Boden größtenteils erst unter einer zwei Meter dicken Moorschicht liegt. Das heißt, dass insgesamt 4000 Kubikmeter Aushubmasse entsteht, die vorschriftsgemäß nach Kraftisried in die Sondermülldeponie gebracht werden muss. Die Gesamtkosten für die Maßnahme schätzt Christl auf rund 310 000 Euro. Im Gegenzug würden bei der Hauptsanierung der Mariabergstraße im kommenden Jahr w rund 105 000 Euro entfallen.

Dagmar Peter und Leonhard Notz hatten die Idee, nach verwertungsfähigen Möglichkeiten für den moorigen Aushub zu suchen. Ernst Schafheitle wollte mehr über die Anforderungen an den neu anzulegenden Lärmschutzwall wissen. Dafür sei das Landratsamt zuständig, erklärte Eigstler. Den Lärmschutz betreffend sagte er zu, 'das Maximale für die Anwohner heraus zuholen'. Für den Bau des Walls ist laut Eigstler EK-Pack verantwortlich.

'Ich bin nicht glücklich darüber, aber es scheint alternativlos', meinte abschließend Matthäus Anich zur Straßenverlegung.

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