Ausstellung
Elisabeth Kees stellt ihre Bilder in Wiggensbach aus

Dass man auf die 80 zugehen und gleichzeitig taufrische Bilder mitten aus dem Leben malen kann, beweist Elisabeth Kees mit ihrer Ausstellung im Wiggensbacher Informationszentrum (WIZ). Rot, pink und orange gleichzeitig: Was für das Outfit ein 'no go' ist, kann in der Kunst seinen Reiz haben. Kess gelingt die Farben-Offensive. Die Schau hat sie dementsprechend 'farbenWelt' genannt. Die Krugzellerin, die heute übrigens im Kluftinger-Spielfilm in der ARD (20.15 Uhr) als Nebendarstellerin zu sehen ist, arbeitet in 'Guache' – eine Technik, die deckendes und wässriges Malen erlaubt.

Auch leisere Arbeiten aus anderen Phasen sind zu sehen. Doch der Hauptraum tönt in vitalem, beherztem Rot. Wie viele Nuancen Kees dem Spiel mit dieser Farbe abgewinnen kann, das lässt staunen. 'Feuer und Rauch' im Wohnzimmer würde vermutlich die Heizkosten senken. Aber immer bleibt die Farbwirkung warm, lebendig und sinnlich. Schrille Alarmstimmung kommt nirgends auf.

Auch eine zarte weiße Prinzessin gibt es, die vor dunkelrotem Hintergrund tänzelt. Weiße Tupfer auch in 'Aber bitte mit Sahne'. Der Humor kommt immer wieder durch in dieser Ausstellung. Man könnte sie auch 'Lächeln in Farbe' nennen.

Ihren Entwicklungsweg hat Elisabeth Kess dokumentiert. Ältere Bilder auf Papier lassen Figürliches durchschimmern. Mit den neueren Werken auf Leinwand geht die Reise ins Abstrakte. Wobei Rätselspiele fürs Auge der Malerin offensichtlich Spaß machen.

Die Vernissage ist am Samstag, 28. April, um 18 Uhr. Die Ausstellung im Wiggensbacher Informationszentrum läuft bis 20. Mai (geöffnet Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr (dabei ist die Künstlerin anwesend).

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