Städtebauförderung
Dietmannsried will gemeinsames Projekt mit Haldenwang, Lauben und Altusried starten

Die Gemeinde Dietmannsried will manches neue Projekt zusammen mit Lauben, Haldenwang und Altusried angehen. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Hintergrund ist ein Bund-Länder-Programm, das Gemeinden, die überörtlich zusammenarbeiten, satte Fördermittel (bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten) bei bestimmten Maßnahmen gewährt.

Ziel sei die 'Sicherung und Stärkung der Daseinsvorsorge', erläuterte Städteplaner Prof. Dr. Lothar Zettler. 'Wenn sich beispielsweise die Altersstruktur ändert, muss die Gemeinde reagieren', sagte Zettler und verwies auf Mehrgenerationenhäuser. Auch die 'Barrierefreiheit' sei ein großes Thema. Schließlich gebe es immer mehr Senioren.

Solch ein Haus habe doch aber gar nichts mit interkommunaler Zusammenarbeit zu tun, monierte Gemeinderat Prof. Thomas Dill. 'Wir werden uns an einer Haldenwanger Umgehungsstraße ebenso wenig beteiligen wie umgekehrt'.

Buchenberg und Waltenhofen sind Vorbild

Es gehe darum 'gemeinsame Ausgangslagen zu suchen und gemeinsame Ziele zu formulieren', antwortete Zettler und verwies auf die Zusammenarbeit von Buchenberg mit Waltenhofen. 'Beide Gemeinden wollen ihr Dorfzentrum neu strukturieren'. Bei den Vorarbeiten könne beispielsweise eine Gemeinde vom 'Erfahrungsschatz' der anderen profitieren, auch wenn es konkret zwei Projekte seien. Das reiche für eine Förderung.

Über die Gemeindegrenzen hinweg Gedanken auszutauschen, hält Helmut Waldmann 'auf jeden Fall für vorteilhaft'. Auch Gemeinderat Dr. Philipp Prestel sagte: 'Wir können es uns wegen der zu erwartenden finanziellen Förderung gar nicht leisten, nicht mitzumachen.' Der Gemeinderat beantragte einstimmig, die Aufnahme ins Förderprogramm 'Überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke'.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ