Jubiläumskonzert
Der Männerchor Kimratshofen wird 35 und zeigt sich sehr feinfühlig

Nach feierlicher Fanfare eines Bläser-Quintetts der Bundeswehr aus Düsseldorf, das das als Eurovisionshymne bekannte Prelude aus Charpentiers 'Te Deum' intonierte, begann der Männerchor Kimratshofen sein Jubiläumskonzert mit einer Eigenkreation. 'Fünfunddreißig Jahre ist es her, als der Männerchor begann, damals mit den zwanzig Mann', hieß es im Begrüßungslied im vollen Saal der 'Alten Post' in Kimratshofen. Zwei der 25 Mitglieder wurden für 25-jährige Treue geehrt: Johann Dorn und Dirigent Stefan Ewadinger.

Zu Gast war der Männerchor des 'Liederkranzes Alttann' aus dem Oberschwäbischen mit seinem renommierten Leiter Peter Schad. Von 'Schorsch' Deger humorvoll witzig und hintersinnig moderiert, beeindruckte der auswendig singende Chor mit breitem und variantenreichem Spektrum.

Das reichte vom mit stiller Leidenschaft gesungenen 'Abend am Monte Cavo' bis zum schlitzohrigen Wienerlied 'Der stille Zecher', von Deger als Bass-Solist 'aufschreckend' frech vorgetragen.

Stück von Udo Jürgens

Vom besinnlichen alten Liebeslied 'Weit, weit weg' von Hubert von Goisern über den zur Gaudi der Saalgäste als 'Hymne der Ehemänner' angesagten 'Chor der Gefangenen' von Verdi bis zum ironischen heiteren 'Aber bitte mit Sahne' von Udo Jürgens. Den jetzt 77-jährigen Altmeister ehrten auch die Gastgeber – mit seinem 'Hymne an die Zukunft' untertitelten Chanson 'Ihr von Morgen'.

Wie Peter Kurz ansagte, richtet sich das wunderschöne Lied an die Nachkommen. Sie sollen aus dem, was ihnen von den Älteren weitergegeben wird, etwas machen. Die gehaltvollen Strophen sangen die Kimratshofener eindringlich mit leicht melancholischem Anflug. Die starke Melodik des Refrains entfaltete mitreißende Kraft.

Nicht minder herausragend bot Stefan Ewadingers Chor den 'Waldmorgen' (der erste Teil von 'Am Rhein' des Liechtensteiner Romantikers Josef Gabriel Rheinberger). Zur Mainacht passend, gelang es den Sängern, in feinsten Nuancen das Erwachen der Natur an einem frühen Frühlingsmorgen echt wirkend zu gestalten. Der Chorsatz endet mit einem ehrfürchtigen Lobpreis Gottes.

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