Projekt
Der Altusrieder U50-Chor führt eines der ältesten Musicals in der Big Box auf

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das der U50-Chor aus Altusried verfolgt: Mit dem Musical 'Die Piraten von Penzance oder Der Sklave der Pflicht' wollen die rund 40 Sängerinnen und Sänger am 24. und 25. Mai zweimal die Big Box in Kempten füllen. Das Stück, 1879 in London uraufgeführt, gilt als eines der ersten Musicals überhaupt. Es rückt im Vergleich zu anderen Musicals weniger die Solisten, als vielmehr den Chor in den Vordergrund. 'Von den 28 Nummern sind 20 Chornummern', erzählt Andrea Mellis, die für die Inszenierung verantwortlich zeichnet.

Die kanadische Regisseurin und Sängerin, seit 20 Jahren in Wien Lehrbeauftragte an der Universität für Musik und darstellende Kunst, ist im Allgäu keine Unbekannte. 2009 inszenierte sie in Marktoberdorf mit dem örtlichen Gymnasium im Modeon das Cole-Porter-Musical 'Kiss me Kate'. Aktuell kümmert sie sich auch um die Inszenierung der Machiavelli-Komödie 'La Mandragola' beim Mindelheimer Frundsbergfest (Premiere 29. Juni).

Begegnung bei einem Workshop

Bei einem Gesangsworkshop 2010 in Marktoberdorf lernte sie Gertrud Hiemer-Haslach, die musikalische Leiterin des U50-Chores, kennen. Und die hatte schon immer vor, etwas Großes zu machen, in dem der ganze Chor im Mittelpunkt steht. 'Der Chor spielt in Musicals oder Shows oft nur eine Statistenrolle', sagt die Sopranistin.

Mit dem Chor hatte sie in der Vergangenheit viele Musicalproduktionen wie 'Grease', 'König der Löwen' oder 'Night of Musicals' aufgeführt. 2500 Besucher kamen 2011 in die Big Box, um ein Musicalprojekt des Chores mit der Stadtkapelle Kempten zu erleben. Die Big Box ist also kein Neuland mehr für den Chor, oder doch? 'Auf einer großen Bühne muss man sich groß bewegen, und das kostet viel Energie', erklärt Mellis. Den komödiantischen und sozialkritischen Stoff belässt sie in der viktorianischen Zeit. 'Es soll nicht zu klamaukig werden.' Witzig werde es schon zugehen.

Dies sollen auch die Kostüme zeigen: So stecken die Polizisten, die die Piraten dingfest machen sollen, in viel zu großen Bobby-Uniformen. Eine davon ist Annika Weizenegger, die sich auch um die Kostüme kümmert und das meiste aus dem Fundus des Chores, der Altusrieder Freilichtspiele oder dem Theaterkästle bezieht. 'Die Proben machen sehr viel Spaß', erzählt sie. Das hört Regisseurin Mellis gern. Ihr Ziel neben einer stimmigen und unterhaltsamen Inszenierung: 'Der Chor soll am Ende auch etwas gelernt haben.

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