Jubiläumsumzug
Ausnahmezustand in Dietmannsried

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Ausnahmezustand gestern in Dietmannsried: Keine Autos kamen mehr ins Ortszentrum, denn dort tobten die Narren. Bonbon- und Konfettiregen, aber auch Guggamusik und gellende Schlachtrufe fluteten Augen und Ohren, als 70 Wagen und Fußgruppen einen farbenprächtigen Gaudiwurm bildeten. Rund 20000 Besucher an den dicht gefüllten Straßenrändern folgten dem fröhlichen Treiben. Und das Rentner-Ehepaar Kurt und Heidi aus Kempten, «notorische Besucher von Faschingsumzügen im ganzen Allgäu», zog sein Fazit: «Diese Veranstaltung zum 44. Geburtstag der Faschings-gesellschaft Dietmannsried war eine tolle Sache.»

Los gings mit dem Spielmanns- und Fanfarenzug Altusried. Die Pharaonen und Ägypter setzten eindrucksvolle musikalische Akzente. Dage

gen dachten die «Feierbiester» auf dem Wagen der «Red Baroons» nur noch an ihre «fette Party». Dieser Dietmannsrieder Fan-Club des FC Bayern hat das Champions-League-Finale fest im Auge: «Noch sechs Spiele bis Wembley», steht auf einem Schild zu lesen. Viel Remmidemmi gabs auch bei den «Neandertalern» aus Hopferbach. Hingucker waren auch die grimmigen Larven, egal, ob von den Kemptener Stadthexen oder aus der Memminger Bachumgebung.

Ein ernsthafteres Thema streifte die Reichholzrieder Narrengruppe: Josef Stiegeler saß am Schreibtisch des «Beschwerdeamtes» und machte klar: «Wer zu mir kommt und wegen eines Allgäuer Brauchtums wie Funkenhexe und Glockengeläut motzt, dem werde ich eine Abfuhr geben!». Auch ein bisschen Nostalgie fuhr im Umzug mit. Josef, ein fitter Fünfziger, schwelgte von den schönen Jugendjahren in der Dietmannsrieder Disco «Tenne». Doch die gibts schon lange nicht mehr.

Und wie kamen die Leute mit dem Wetter zurecht? Immerhin wirbelten auch Schneeflocken um die Narrengesichter. Die Untrasrieder juckte das wohl am wenigsten, denn sie präsentierten «Schirm und Häs für alle Gelegenheiten». Wettergeschützt waren auch die Gardemädels von der Fasnachtszunft Sonthofen. Eva, Lea und Katharina gaben ihr Rezept preis: «Mit Tee und sechs Strumpfhosen übereinander kann nichts passieren.»

Dagegen dürften sich Prinz Markus II. und Prinzessin Barbara I. auf dem schmucken Prinzenwagen der Faschingsgesellschaft Dietmannsried einfach warm gewunken haben - begleitet von dem Schlachtruf «Gockolores ohe!»

Klappern gehört zum Hand

werk der Ritter.

 

Auch technisch hatte mancher Umzugswagen viel zu bieten.

 

Eine Vielzahl von Hexen trieb auf den Straßen von Dietmannsried ihr Unwesen.

Süße Kätzchen.

Friedensbewegt und heiter sind die Blumenkinder mit ihrem VW-Bus.

 

Einen Schluck aus der Wasserpistole durfte diese Besucherin nehmen.

 

Schaurig-schöne Szenen liefert die Gruppe «Dietmannsrieder Duranand» mit ihrem gespenstischem Wagen.

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