Altusrieder Freilichtspiele - Premiere für «Die drei Musketiere» am 24. Juni

«Jetzt kommt die Gruppe um dArtagnan dazu. Das könnte ein bisschen riskant werden», ruft Mathias Kunzler. «Seid ihr bereit?» Dann stürmen die gegnerischen Lager mit gezückten Degen aufeinander los. Klingen knallen aufeinander, Verletzte taumeln zu Boden.

Fecht-Generalprobe ist auf der Freilichtbühne in Altusried angesetzt. Mathias Kunzler, der Bühnenkampflehrer, verlangt von den 54 Akteuren vollen Körpereinsatz. Denn der glorreiche Heldensieg der «Drei Musketiere» bei den Freilichtspielen, die in fünf Wochen beginnen, will verdient sein. Der Profi aus Gießen ist mit seiner Truppe zufrieden. «Die Darsteller sind hochmotiviert», sagt er. Die Massenszenen hätten sie hervorragend gemeistert - obwohl die Sportart Fechten für die meisten neu ist. Wie für «Musketier» Mario Reisacher. «Das hat etwas von Abenteuer und macht Spaß», sagt der Altusrieder, der den Aramis spielt. Hinter ihm und seinen Mitstreitern liegen bereits mehrere Workshops unter professioneller Anleitung. Erstmals wird auf der Altusrieder Bühne mit richtigen Sportdegen gekämpft.

Auch Julia Heerwart hat sich zur leidenschaftlichen Bühnenkämpferin entwickelt. Sie ist eine der wenigen Frauen in der Bühnenkampftruppe. Im Spiel greift sie freilich in Männerkleidung zum Degen. «Es ist auch mal schön, nicht immer nur die weibliche Seite zu zeigen», sagt die Altusriederin lachend. Beim Freilichtspiel «Andreas Hofer» hat sie schon eine kämpferische Bauersfrau mit hocherhobener Heugabel gemimt. Die diesjährige Rolle sei aufregender, wenngleich auch ein Stück weit riskanter. «Wenn es richtig zur Sache geht, habe ich schon mal Angst um meine Augen», gesteht die junge Frau. Regisseur Michael Ramjoué versucht zu beruhigen: Fechten sei eine Distanzsportart und die Verletzungsgefahr daher relativ gering.

Ramjoue, der den berühmten Roman von Alexandre Dumas für die Bühne umgeschrieben hat, ist fasziniert, wie sich seine Vision vom Musketier-Spiel in die Realität verwandelt. Seit seiner Kindheit hat ihn die Pariser Geschichte um Liebe, Ehre, Kampf und Intrigen anno 1625 nicht mehr losgelassen. Nun macht er bis zu 300 Laiendarsteller mobil. Besonders ist der Regisseur davon angetan, in welcher Weise die Mimen fürs Fechten entflammt sind. Ramjoué: «Viele haben sich selbst Degen gekauft, andere proben daheim mit Skistöcken.»

Premiere feiern «Die drei Musketiere» am Freitag, 24. Juni (20.30 Uhr). Bis zum 17. Juli gibt es immer Freitag und Samstag um 20.30 Uhr sowie am Sonntag um 16.30 Uhr Vorstellungen. Karten-Vorverkauf und Infos unter Telefon 01805/59 22 00.

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