• 13. Februar 2018, 16:35 Uhr
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Wohnungsbau
Viele Menschen wollen im Allgäu wohnen: Gemeinden wollen Ansiedelung im Ortskern voranbringen

(Foto: Mathias Wild)

Für Bauplätze gibt es teilweise lange Wartelisten. Das kann zum Problem werden: Durch immer neue Baugebiete verlagert sich das Leben aus dem Ortskern an den Siedlungsrand. Einige Gemeinden versuchen, mehr freie Flächen im Ort zu bebauen sowie durch An- und Umbauten mehr Wohnungen im Ortskern zu schaffen.

In Dietmannsried (Oberallgäu) sind in den vergangenen zehn Jahren vier Baugebiete mit 50 Bauplätzen sowie vier Wohnanlagen mit 36 Wohnungen entstanden. Im Gewerbepark haben sich Lebensmittelketten und Discounter angesiedelt. 'Die Einkaufsmöglichkeiten lagen viele Jahre am Ortsrand, inzwischen haben wir Wohnsiedlungen um sie herum', sagt Bürgermeister Werner Endres (FW). Von einer Gefahr für den Ortskern will er zwar nicht sprechen. Dennoch: 'Wer sagt, es gibt diese Probleme nicht, der verschließt die Augen.'

<p>Die Westallgäuer Gemeinde Heimenkirch hingegen lässt seit 2011 keine Baugebiete im Außenbereich zu. 'Uns ist damals aufgefallen, dass im erweiterten Ortskern viele Senioren allein leben', erklärt Bürgermeister Markus Reichart (Grüne). Wenn diese in Seniorenzentren und betreute Wohngruppen ziehen, stünden ihre Häuser leer. 'Junge Familien entscheiden sich eher für Neubaugebiete als für bestehende Immobilien', sagt Reichart.</p

Das Kalkül der Gemeinde: Ohne Baugebiete kaufen junge Familien Häuser im Ort. Die Verwaltung führt bereits eine Liste mit Interessenten.

Welche Erfahrungen die beiden Gemeinden mit ihrer unterschiedlichen Siedlungspolitik gemacht haben, lesen Sie in der Mittwochsausgabe unserer Zeitung vom 14. Februar 2018.

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