Unesco-Weihnachtsgala Der Schauspieler Christian Wolff über seinen Auftritt bei der Alpenländischen Weihnacht in Bad Hindelang">

Artikel: Zuschauer in besinnliche Stimmung versetzen

12. Dezember 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung

Unesco-Weihnachtsgala Der Schauspieler Christian Wolff über seinen Auftritt bei der Alpenländischen Weihnacht in Bad Hindelang

BadHindelangDem Forsthaus Falkenau hat er vor zwei Jahren Ade gesagt, doch Christian Wolff alias Förster Rombach hat sich beileibe nicht aufs Altenteil zurückgezogen. Der beliebte Schauspieler, seit fünf Jahrzehnten auf Bildschirm und Bühne präsent, in großen Produktionen mit prominenten Kollegen an seiner Seite, wie in leichter Unterhaltung gerne gesehen, wechselt in der Weihnachtszeit das Revier: Zu einer Unesco-Weihnachtsgala kommt er mit den Regensburger Domspatzen, dem Ensemble Classique und Eva Deborah Keller am Sonntag nach Bad Hindelang. Was den gebürtigen Berliner und TV-Liebling zu einer "Alpenländischen Weihnacht" bewegt hat, erzählt Wolff im Gespräch mit Christoph Pfister.

Herr Wolff, gerade noch in China im "Traumhotel" und zuvor in der norwegischen Liebesgeschichte "Vickerby für immer", was reizt Sie an einer Alpenländischen Weihnacht, gemeinsam mit Sängern und Musikanten?

Christian Wolff: Mein bester Freund, Hans Clarin, hatte viele Jahre den Erzählerpart in der Unesco-Weihnachtsgala. Nach seinem Tod vor drei Jahren habe ich den von ihm "geerbt". Jedes Konzert ist damit für mich auch eine Erinnerung an ihn. Und als langjähriger Bewohner des Chiemgaus habe ich eine enge Beziehung zum Alpenland.

Keine Bühne, keine Kulisse, keine Technik. Ist das tatsächlich ein begehrenswertes Gestaltungsfeld für einen so vielfältigen Schauspieler?

Wolff: In der Adventszeit allemal. Die Zuschauer in eine besinnliche Weihnachtsstimmung zu versetzen, ist ein großes Glück. Und dazu braucht es keine große Technik.

Ihr Gastspiel ist als "Unesco-Weihnachtsgala" angekündigt. In welcher Form ist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur eingebunden?

Wolff: Ute Ohoven, die Sonderbotschafterin der Unesco, ist die Schirmherrin dieser Gala. Von jeder Eintrittskarte geht ein Euro an das Hilfsprogramm "Kinder in Not". Und von jeder verkauften CD auch.

Verraten Sie uns etwas aus Ihrem Programm?

Wolff: Der Hauptpunkt ist die biblische Weihnachtsgeschichte, aber viel ausführlicher erzählt. Sie wird immer wieder unterbrochen vom Chor, von der Harfe und den Blechbläsern.

Und was erwartet die Besucher außerdem?

Wolff: Texte von Karl Heinrich Waggerl aus seinem Buch "Das ist die stillste Zeit im Jahr".

Kommen Sie zum ersten Mal ins Allgäu?

Wolff: Nein. Mit Theatertourneen war ich früher öfters im Allgäu und gedreht habe ich schon in Riezlern, im Walsertal.

Wie werden Sie persönlich das Weihnachtsfest verbringen?

Wolff: Ganz normal zu Hause - unterbrochen von einer Lesung mit weihnachtlichen Texten bei meinem Freund Heinz Winkler in seinem Gourmettempel.

DieUnesco-Weihnachtsgala findet am Sonntag, 14. Dezember, um 16 Uhr in der Bad Hindelanger Kirche St. Johann Baptist statt. Karten gibt es bei der Gästeinformation, Telefon 08324/892-20, in den Geschäftsstellen des Allgäuer Anzeigeblattes und an der Tageskasse ab 15 Uhr.