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Artikel: Seeg geht nicht den "Pfrontener Weg"

5. November 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung
arno spÄth

Sanierung Wegen Finanzkrise verzichtet die Gemeinde auf eine große Spielplatz-Umgestaltung

Seeg | chs | Aufpoliert statt renoviert: Die drei Seeger Spielplätze werden "nicht komplett neu" umgestaltet. Dies gab Bürgermeister Manfred Rinderle auf Nachfrage unserer Zeitung bekannt. Groß umgestaltet nach Pfrontener Vorbild werden die Spielplätze an den Standorten Senkeleweg, Osterösch und nahe des Feuerwehrhauses nicht. Somit müssen die Seeger den vielfach gehegten Wunsch eines zentralen Themenspielplatzes vorerst verwerfen.

Als Grund nannte der Rathauschef die Finanzkrise. "Wir wissen noch nicht, wie es ausschaut und was da auf die Gemeinde zukommt", so Rinderle. Nun wird zunächst die Konzeptstudie des Eisenberger Landschaftsarchitekten Cornelius Wintergerst abgewartet. Dieser hatte bereits die Studien für die Pfrontener Spielplätze erstellt. Über den Winter soll sie fertiggestellt werden und klären, was weiter genutzt werden kann, was an Neuerungen anfällt und wie viel Geld nötig ist. Ob im Frühjahr schon der Startschuss fällt, bleibt offen. Denn der Seeger Haushaltsplan sieht noch keine Sanierung der Spielplätze vor. Lediglich die regulären Mittel zur Instandhaltung stehen derzeit zur Verfügung.

Bereits gegen Ende September veranstaltete der Gesundheits- und Fitness-Club "Life" eine Wanderung zugunsten des vielfach gewünschten Abenteuerspielplatzes in Seeg. Die Seeger "erliefen" so rund 400 Euro. Diese landeten bereits im Topf zur Finanzierung der Studie (wir berichteten). Für Ralph Grieser, Inhaber des Fitness-Clubs, war die hohe Beteiligung Ansporn genug, um bereits im Frühjahr weitere Aktionen zugunsten der Spielplätze zu starten. "Wir haben in Seeg so viele Familien mit Kindern, da sollten wir es einmal angehen", sagt Grieser.

Gemeinderätin Edelka Christiansen, die im Juli den Antrag für den Bau eines attraktiven Kinderspielplatzes in Seeg gestellt hatte, zeigt sich jedoch zuversichtlich: "Es ist nicht mehr die Frage ob, sondern wie es realisiert werden kann".