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Artikel: Schnellere Diagnose und kurze Wege

2. August 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung
hermann ernst

Kooperation Die Schloßbergklinik Oberstaufen und das Klinikum Kempten-Oberallgäu arbeiten noch enger zusammen

Oberstaufen/Kempten | be | Sie arbeiten in vielen Bereichen schon lange zusammen: Jetzt bauen das Klinikum Kempten-Oberallgäu und die Helios-Schloßbergklinik Oberstaufen ihre Kooperation in der Strahlentherapie und Radiologie weiter aus. Für die Oberallgäuer Klinik, die Patienten mit Tumorerkrankungen behandelt, bedeutet das: Die Patienten müssen nicht lange auf den Therapiebeginn warten, auf kritische Zustände kann rascher reagiert werden, die Termine sind flexibler, die Wege kürzer. Gute Gründe also für die Klinik-Geschäftsführer Michael Schuler (Kempten) und Fritz Prinzler (Oberstaufen), die Zusammenarbeit zu verstärken.

Seit Jahren werden Patienten der Schloßbergklinik - sie ist mit der Kombination Akutkrankenhaus (130 Betten) und Reha (120 Betten) laut Geschäftsführung die einzige Klinik dieser Art im Allgäu - zur Bestrahlung nach Kempten gefahren. Die medizinische Betreuung in Oberstaufen wurde bisher durch die Münchener Universitätskliniken mitgewährleistet. Jetzt hat sie die Strahlentherapie des akademischen Lehrkrankenhauses Kempten übernommen. Denn durch die geringe räumliche Distanz und häufige Präsenz, so Professor Dr. Thomas Licht, Chefarzt in Oberstaufen, können Termine öfter angeboten werden, sei das Netz für den Patienten engmaschiger. Die Kooperation bedeute vor allem durch die "hohe Qualität" der Strahlentherapie in Kempten eine erhebliche Qualitätssteigerung. Dr.

Udo Zimmermann, Leitender Arzt der Kemptener Strahlentherapie, gab das Kompliment zurück: Klinikum Kempten und Schloßbergklinik würden auf hohem Niveau und auf Augenhöhe arbeiten - fachlich, medizinisch und menschlich.

Die soll es künftig auch bei der radiologischen Betreuung geben. Dabei setzt Schloßberg-Geschäftsführer Prinzler auf eine Vollversorgung durch die Kemptener Radiologie. Möglich werde dies auch durch neueste Technologie, die Übertragungen digitaler Röntgenbilder nach Kempten - laut Radiologe Dr. Herbert Epple ein sekundenschneller Transfer. Für die beiden Klinken werde sich dadurch nach Darstellung der Chefärzte Dr. Günter Antes und seinem Nachfolger Professor Dr. Andrik J. Aschoff nicht nur der "Patiententourismus" reduzieren, sondern vor allem das Leistungsspektrum erweitern.

Denn die Röntgenbilder, so Radiologe Dr. Walter Honold, würden nach Kempten geschickt und sofort durch Fachärzte befundet, die zudem öfters vor Ort sind. Erstmalig werde damit den Oberstaufener Patienten auf dem Gebiet der Radiologie eine permanente Rundum-Betreuung angeboten - gemäß dem Leitsatz der beiden Klinken: Der Arzt kommt zum Patienten.