Artikel: Millionen für die Instandhaltung

22. Dezember 2002 20:30 Uhr von Allgäuer Zeitung

Gablonzer Siedlungswerk zieht Bilanz - Kurt Hoffmann geehrt

Neugablonz (fk). - Obwohl 2001 etwa 1,7 Millionen Euro für Modernisierungsarbeiten am Altbaubestand ausgegeben wurden, entschloss sich das Gablonzer Siedlungswerk erstmals wieder nach längerer Zeit, einen Neubau zu errichten. Neben dieser Bilanz standen Neuwahlen und Ehrungen im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Siedlungswerkes. Die Gewinn- und Verlustrechnung mit Bilanz zum 31. Dezember 2001 erläuterte das geschäftsführende Vorstandsmitglied Stefan Bahner. Die Erlöse aus der Hausbewirtschaftung betrugen nach alter Währung 9,1 Millionen Mark. Die Hauptausgaben konzentrierten sich auf die Modernisierung und Instandhaltung des vorhandenen Wohnungsbestandes und umfassten ein Volumen von 3,3 Millionen Mark. Die Bilanz belief sich in Aktiva und Passiva auf 24,6 Millionen Mark und der Jahresüberschuss konnte auf 347186 Mark gesteigert werden. Zu Beginn des Jahres 2001 standen noch 152 Wohnungen leer, bis zum Jahresende konnte diese Zahl auf 92 reduziert werden, berichtete Bahner. Allerdings gelten 48 Wohnungen auf Grund der maroden Bausubstanz und mangelnder Ausstattung als nicht mehr vermietbar. Derzeit verfügt das Siedlungswerk über einen Bestand von 1501 Wohnungen, hinzu kommen noch 638 andere Mietobjekte. Vom Wohnungsbestand sind zwischenzeitlich 1186 Wohnungen freifinanziert. Durch eine kontinuierliche Tilgung der öffentlichen Darlehen fallen immer mehr Wohnungen aus der Sozialbindung heraus, so dass frei über die Vergabe des Nutzungsvertrages entschieden werden kann. Aus Rücksichtnahme auf die wirtschaftlich schlechte Situation in der Region wurden die Mietpreise stabil gehalten. Zum Jahresende 2001 gehörten der Genossenschaft 1542 Mitglieder (Vorjahr 1502) mit einem Geschäftsguthaben von rund 2,5 Millionen Mark an. Diese Erhöhung führte zu einer Zuführung in die gesetzliche Rücklage von 38000 Mark. Bahner ging auf den Abbruch des Wohnblocks Erlenweg 2 bis 4 ein und dem daraufhin begonnenen Neubau von 16 attraktiven Drei- und Vierzimmerwohnungen. Mit der Bezugsfähigkeit könne im Sommer des nächsten Jahres gerechnet werden. Als bedeutsam bezeichnete Bahner die Vorkehrung, dass durch diesen Neubau die laufenden und geplanten Modernisierungsmaßnahmen am Altbaubestand nicht eingeschränkt zu werden brauchen.

Seit 20 Jahren im Vorstand Im Bericht des Aufsichtsrates erwähnte vorsitzender Rudolf Krause die vertrauensvolle Zusammenareit mit dem Vorstand in den gemeinsamen Sitzungen und schlug der Versammlung die Ausschüttung einer vierprozentigen Dividende aus dem Reingewinn vor, was auch akzeptiert wurde. Ebenso gebilligt wurde die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Da turnusmäßig jedes Jahr ein Drittel der Organmitglieder ausscheidet, aber eine Wiederwahl möglich ist, erhielten Rudolf Krause, Rudolf Kurka und Heinz Zappe erneut das Vertrauen als Mitglieder des Aufsichtsrats und in den Vorstand wurde Rosemarie Basl wiedergewählt. Eine besondere Ehrung wurde Kurt Hoffmann zuteil, der seit 20 Jahren dem Vorstand angehört. Rudolf Krause würdigte das langjährige erfolgreiche Wirken dieses Vorstandsmitglieds, einem 'Gablonzer Urgestein', und überreichte ihm als Anerkennung eine Treueurkunde.