Kunstwochen Beitrag von Josef B. Gunkel hat auch eine symbolische Bedeutung - Mehr Skulpturen zeigt Georg Lerchenmüller im Park der Klinik Buching">

Artikel: Lichtbrücke verbindet Halblech

18. Oktober 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung

Kunstwochen Beitrag von Josef B. Gunkel hat auch eine symbolische Bedeutung - Mehr Skulpturen zeigt Georg Lerchenmüller im Park der Klinik Buching

Halblechl ars/rea lNoch bis Ende Oktober gibt es in Halblech ausschließlich "Schöne Aussichten" - egal wie das Wetter ist und wo man gerade steht. Denn an rund 30 Plätzen in der Gemeinde und ihren vielen Ortsteilen findet man Kunst und Kunstobjekte - mal klassisch, mal modern, mal traditionell, mal aus dem Rahmen fallend. Das ist das Anliegen der dritten Kunstwochen, die Christa Mücke von der Künstlergruppe "Halblechart" heuer wieder organisiert hat (wir berichteten).

Symbolischer Wert

Ein Objekt dieser Kunstwochen fällt buchstäblich aus dem Rahmen, aber deshalb nicht ins Wasser. Zu viel hat sich Josef B. Gunkel bei seiner "Lichtbrücke" gedacht, die er über den Halblech spannte. "Sie soll die Menschen dazu veranlassen, sich Gedanken über die Gemeinsamkeiten und die Verbindungen innerhalb der Gemeinde Halblech zu machen", so Gunkel. Er hat wie viele andere festgestellt, dass die politische Gemeinde Halblech anscheinend noch keine Einheit darstellt, und möchte mit der Brücke buchstäblich eine Brücke zwischen Buching und Trauchgau schlagen. In seiner Firma Elektro Gunkel, die weltweit operiert, arbeiten Menschen aus beiden Haupt-Ortsteilen. "Und vielleicht können wir als Halblecher Firma die Halblecher Menschen zu mehr Gemeinsamkeit bewegen."

Die Brücke selbst ist rund 40 Meter lang und spannt sich etwa 100 Meter flußabwärts von der alten Stahlbrücke am Sägewerk Singer über den Halblech. Sie bleibt über die Kunstwochen hinaus (sie enden am 25. Oktober) voraussichtlich bis Weihnachten stehen. "Wir denken uns eben, dass die Lichtbrücke auch im Winter im Schnee sehr gut wirken dürfte", sagt Josef B. Gunkel.

Objekte sprechen für sich

Dort, wo man "Schöne Aussichten" auf Georg Lerchenmüllers Skulpturen hat, sieht man die Lichtbrücke nicht. Doch dafür sprechen die Objekte des Buchinger Kunstschmiedemeisters im Park der Klinik Buching im Weiler Rauhenbichl für sich.

Lerchenmüller hat sich schon weit über die Grenzen von Halblech hinaus einen Namen als "Künstler aus Metall" gemacht - man denke nur an seine Ausstellung im Hof des Hohen Schlosses zu Füssen.

Seerosen aus Metall

In Rauhenbichl sieht man seine Arbeiten sogar auf dem kleinen See neben der Klinik. Dort schwimmt eine Seerose aus Metall. Auf diese blickt man von der "Liege" aus. Eine weitere Skulptur heißt "Geborgen" - symbolisch halten zwei Hände die Weltkugel aus Messing. Welch ein Gegensatz dazu die Axt, die überdimensionale Äpfel durchschlägt - zerstörerische, rohe Gewalt und doch ein Stück Leben.

Die dritten Halblecher Kunstwochen dauern noch bis zum 25. Oktober. Bei Elektro Gunkel in der Lechbrucker Straße in Halblech stellt Christa Mücke Ölgemälde und Zeichnungen aus. Sie können zu den normalen Öffnungszeiten besichtigt werden (von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 12.30 Uhr bis 18 Uhr). Ausstellungen sind auch auf dem Buchenberg und in der Klinik Buching. Weitere Informationen gibt ein Faltblatt, das bei den Touristinformationen und bei der Gemeinde Halblech erhältlich ist.