Artikel: Künftige Bewohner bestimmen Planung mit

10. Januar 2003 20:30 Uhr von Allgäuer Zeitung

Bei Neubaugebiet 'Krautgartenesch' in Obergünzburg

Obergünzburg(hoa). - Mit der Auswertung des Fragebogens zum Bebauungsplan 'Auf dem Krautgarten-esch' und der damit verbundenen Ände-rung der Satzung' beschäftigte sich der Obergünzburger Marktrat in seiner ersten Sitzung in neuen Jahr. Für das Neubaugebiet 'Auf dem Krautgartenesch' in Obergünzburg wurden im Vorfeld Fragebogen an insgesamt 49 Interessenten ge-schickt, um die Bedürfnisse der potenziellen Bauplatzkäufer besser kennenzulernen. Von den Fragebogen kamen 31 zurück. Dies zeige ein reges Interesse am neuen Baugebiet, so Bürgermeister Herbert Schmid. Von den 31 Interessenten wollen bereits fünf in diesem Jahr einen Bauplatz kaufen, fünfzehn im kommenden, sechs im Jahre 2005 und fünf davon später. Die meist gefragten Größen für ein Grundstück betragen 600 bis 700 Quadratmeter. Zwei Drittel planen ein eingeschossiges Einfamilienhaus mit Doppelgarage, ein Drittel will ein zweigeschossiges Haus. Aber auch ökologische Aspekte waren den Interessenten sehr wichtig. Der Wunsch Energie zu sparen steht an oberster Stelle. Solaranlagen, Erdgasanschlüsse sowie Regenwassernutzung waren stark erwünscht. Die Satzung soll nun auf diese Bedürfnisse abgestimmt werden. Gernot Frenz von der Kreisplanungsstelle Ostallgäu erklärte die erforderlichen Änderungen. Er wies aber darauf hin, dass das Ergebnis bei Beschluss noch nicht endgültig sei. Es handle sich nur um einen ersten Vorentwurf.

Martin Hofmann vom Planungsbüro erläuterte anhand eines Planes die baulichen Veränderungen für das Neubaugebiet, in das ein Geh- und Radweg hineinführen soll. Dieser soll als Fußweg weiterführen und somit muss eine neue zweite Zufahrt zum Freibad Hagenmoos entstehen. Eine Änderung soll es auch im Bereich des bisher geplanten Kreisverkehrs am Ortseingang geben. Hierzu müssen aber noch Alternativen überlegt werden. Vorgeschlagen wurde, anstatt des Kreisels ein Hindernis einzubauen, um den Verkehr aus Richtung Hartmannsberg abzubremsen. Aber auch an eine Baumbepflanzung und somit einer räumlichen Verengung der Fahrbahnbreite wurde gedacht. Worauf zweiter Bürgermeister Harald Drutzel fragte, ob es denn schon Erfahrungen mit dieser Bauweise gäbe. Dies bejahte Hofmann. Gemeinderätin Brigitte Helchenberg-Mayer machte auf die Gefahr einer Verengung direkt nach der Kurve aufmerksam. 'Wie schaut es mit der Abfallentsorgung im Bereich des jungen Wohnens aus', so die Frage von Ratsmitglied Johann Fodermeyer. Dort könne ja kein Müllfahrzeug hineinfahren. Hofmann erklärte, dass die Abfalltonnen bis an die Straße zu bringen seien. Lars Leveringhaus stellte die Frage, wer denn für den Unterhalt von Schotter- und Grünstreifen aufkomme. Dies müsse von den Grundstücksbesitzern übernommen werden, so Hofmann. Auf die Frage, bis wann mit dem Bau be-gonnen werden könne erklärte Rathauschef Schmid, dass der Verkauf der Grundstücke sich bis mindestens Mai/Juni hinziehen werde. Erst nach genauer Kenntnis der Anzahl der Bauplätze und der Höhe der anfallenden Kosten können Erschliessungsabschnitte gebildet werden. Eine fundierte Kostenschätzung des Schwäbischen Ingenieur-Büros werde dann im Bauausschuss behandelt.