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Artikel: Kleingeld abgelehnt

6. Oktober 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung
boxler

Verbraucher Ein- und Zwei-Cent-Münzen sind bei Busfahrern nicht gerne gesehen

Kaufbeuren | fro | "Geld stinkt nicht", sprach schon Kaiser Vespasian, als er Steuern auf Gerberprodukte im alten Rom erhob. Doch in Kaufbeuren sollen es Busfahrer der Verkehrsgesellschaft Kirchweihtal in zwei Fällen abgelehnt haben, dass Kunden ihre Fahrkarten mit Kleingeld bezahlten, berichtenAZ-Leser. "Warum wird das nicht angenommen, das ist doch auch Geld?", fragt eine Leserin.

Die Annahme von Kleingeld sei technisch beschränkt, denn die mechanischen Wechsler in den Bussen nehmen nur Geldstücke zwischen fünf Cent und zwei Euro an, erklärt Christian Frankenberger, Fahrdienstleiter der VG Kirchweihtal. Für Ein- und Zwei-CentMünzen seien die Wechsler nicht ausgerüstet. Deshalb seien die Kleinstmünzen bei den Fahrern auch ungern gesehen.

Ansonsten werde passendes Kleingeld aber durchaus angenommen, damit die Busfahrer auch ausreichend Wechselgeld haben. Doch größere Mengen von kleineren Cent-Münzen seien wiederum nicht besonders hilfreich: "Das ist in jedem anderen Geschäft auch so", meint Frankenberger. Zumal in Stoßzeiten langwieriges Geldzählen den Betrieb aufhalte. Schließlich müsse der Fahrplan eingehalten werden.