Artikel: Guter Start für Jugendforum

23. Dezember 2002 20:30 Uhr von Allgäuer Zeitung

Auch Bebauungsplan und Landschaftspflege Thema im Rat

Rieden am Forggensee (cl). - Die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres in Rieden war so kurz wie die Tagesordnung: Nach einer Stunde beendete Bürgermeister Max Streif den offiziellen Teil, der unter anderem Bauvorhaben, den Bebauungsplan Nummer 10 und Informationen zum Landschaftspflegeplan zum Inhalt hatte. Dem kürzlich einberufenen Jugendforum unter Leitung der Jugendbeauftragten Edith Kaiser war nach den Worten von Streif ein guter Erfolg beschieden. Elf Gruppierungen, unter ihnen auch die Vereine, berieten darüber, wie die Freizeit der Jugendlichen sinnvoll gestaltet werden kann. Dabei kamen einige Lösungsansätze zur Sprache und es wurde auch an die Eigenverantwortung der jungen Menschen appelliert. Festgestellt wurde auch ein Nachholbedarf beim Material der Gemeindebücherei. Dem soll, so es die finanzielle Situation zulässt, Rechnung getragen werden. Der Bebauungsplan Nummer 10 'Brunnenstraße und Hinterlieger' wird in Kürze rechtskräftig, gab Bürgermeister Streif bekannt. Mit Inkrafttreten erfolgt eine Veränderungssperre.

Mit dem Plan habe man Maßstäbe für den Altdorfbereich gesetzt, mit dem Bestreben, den dörflichen Charakter zu erhalten. Der Beitritt zum Landschaftspflegeverband, dem 27 Gemeinden angehören, habe sich als sinnvoll erwiesen. Demnächst werden die beiden landwirtschaftlichen Vertreter des Gemeinderats ökologisch schützenswerte Flächen begutachten , damit diese der unteren Naturschutzbehörde gemeldet werden können. Dem Antrag auf Errichtung eines Austragshauses in der Höllmühle wurde zugestimmt, obwohl das Landratsamt eine Drehung um 90 Grad angeregt hatte. Dadurch würde nach Ansicht des Rates die Zufahrt unnötig verlängert. Dem Vorhaben eines weiteren Bauwerbers in der Zwieselbergstraße, wurde zugestimmt, jedoch mit der Auflage nur zwei statt drei Carports zu errichten. Grund dafür ist die Endlage des Bauplatzes an einer Stichstraße. Dort müsse auch genügend Stauraum für die Schneeräumung vorhanden sein. Zum Abschluss dankte Streif seinem Gemeinderat für sein Augenmaß im abgelaufenen Jahr. 'Wir werden zwar einen Teil der Entscheidungen und Probleme ins neue Jahr mit hinübernehmen - aber wir müssen ja auch 2003 etwas zu tun haben.'