Realschule Lindenberg Architekt stellt Pläne im Bildungsausschuss vor - Sechs neue Klassenzimmer vorgesehen - Kreis zahlt 973000 Euro">

Artikel: Erweiterung rückt näher

15. November 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung

Realschule Lindenberg Architekt stellt Pläne im Bildungsausschuss vor - Sechs neue Klassenzimmer vorgesehen - Kreis zahlt 973000 Euro

Von Benjamin Schwärzler |LindenbergDie Erweiterung der Realschule Lindenberg nimmt konkrete Formen an. Architekt Heinz-Werner Nottberg hat Pläne im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport des Landkreises vorgestellt. Das Gremium hat die Pläne einstimmig abgesegnet. Der Kreistag, der der Erweiterung bereits grundsätzlich zugestimmt hat, muss jetzt noch sein endgültiges Ja-Wort geben.

Damit hätte die Raumnot an der Realschule Lindenberg zumindest vorläufig ein Ende. Derzeit gibt es dort 843 Schüler in 30 Klassen. Da allerdings nur 17 Klassenräume zur Verfügung stehen, wird der Unterricht teilweise in Fachräume, Container und in die Hauptschule "ausgelagert". Die größte Not lindern soll ein dreistöckiger Erweiterungsbau an der Ostseite der Realschule, der auf 375 Quadratmetern Nutzfläche sechs Klassenräume beinhaltet. Hinzu kommen eine behindertengerechte Toilette und ein behindertengerechter Aufzug, der auch als Lastenaufzug genutzt werden kann. Das Vorhaben kostet rund 1,5 Millionen Euro, von denen der Kreis nach Abzug der Förderung rund 973000 Euro aus eigener Tasche bezahlen muss.

SPD-Kreisrat Hans Rädler aus Scheidegg fragte an, ob nicht die Fluchttreppe nach außen verlagert werden könne und ob der Aufzug unbedingt notwendig sei. Man wisse zu Schuljahresbeginn, in welchen Klassen behinderte Kinder seien. Diese könnten dann ebenerdig untergebracht werden. Schulleiter Walter Zwinger entgegnete, dass die Schüler auch Fachräume aufsuchen müssten, die im ganzen Haus verteilt sind. Die Fluchttreppe, so Nottberg, müsse im Gebäude angebracht sein, da dies einerseits eine Erweiterung offen halte, andererseits der als Passivhaus gebaute Anbau kompakter und somit "energetisch sinnvoll" sei.

Der Lindauer Alexander Kiss (Bündnis 90/Die Grünen) meinte zum Thema Aufzug: "Wenn der Kreis sparen will, dann an den Kreisstraßen - und nicht an einem Behindertenaufzug".

Der Lindenberger Kreisrat Dr. Wolfgang Dietlein (CSU) wollte wissen, weshalb mit den sechs Klassenzimmern nur das Mindeste gemacht werde. "Weshalb nicht gleich mehr Räume?", merkte er an. Nuffer entgegnete, dass man einen Schritt nach dem nächsten machen wolle - denn wenn, dann hätte man gleich zwölf neue Zimmer anbauen müssen. "Wir kommen mit dieser Lösung die nächsten Jahre zurecht", meinte auch Landrat Elmar Stegmann angesichts der Schülerzahlen, die bis 2012 in der Realschule steigen werden.