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Artikel: "Die Kleinen verkraften das wirklich super"

24. September 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung

Erziehung Neue Kinderkrippe in Fischen erfreut sich reger Nachfrage

Fischen | wir | Der kleine Luis ist nicht besonders beeindruckt vom hohen Besuch, der sich da frühmorgens in der Gänseblümchen-Gruppe des Fischinger Kindergartens eingestellt hat. Stolz führt der Zweijährige dem Bürgermeister seinen Lego-Zug vor, während Benji nebenan die Seiten in einem Bilderbuch studiert. Die beiden sind wie jeden Morgen als erste gebracht worden und warten schon gespannt auf ihre sechs Spielkameraden, die sich im Laufe des Vormittags zu ihnen gesellen.

Kinder haben sich gut eingelebt

Nach und nach trudeln Leonie, Annika und die anderen ein, Angelique, die mit ihren 17 Monaten derzeit noch die Jüngste in der Schar ist, wird mit einem Kuss von ihrer großen Schwester verabschiedet und tappt zufrieden der Erzieherin Susanne Rasch in die Spielecke hinterher. Inzwischen haben sich die acht Kleinen in der Krippe, die seit Anfang September in Fischen besteht, gut eingelebt. Susanne Rasch und ihre Kollegin Martina Jörg sorgen mit festen Ritualen dafür, dass der Abschied von den Eltern nicht allzu schwerfällt. "Die Kleinen verkraften das wirklich super", sagt Susanne Rasch. Bisher hat die Erzieherin mit den "Großen" von drei bis sechs Jahren gearbeitet, ließ sich aber für die Kinderkrippe als neue Herausforderung gern gewinnen.

Die ganz Kleinen müssen gewickelt werden, nach dem Essen steht ein gemeinsamer Mittagsschlaf im Ruheraum im Angebot.

Bürgermeister Edgar Rölz ist vom Wert der neuen Einrichtung in dem von der katholischen Kirche getragenen Kindergarten St. Franziskus ebenso überzeugt wie Pfarrer Helmut Kempter. Der Bedarf sei offensichtlich, so das Gemeindeoberhaupt. Zum einen, weil Frauen heutzutage hervorragend ausgebildet seien und trotz Kindern ihren guten Job behalten wollten, zum anderen aus rein wirtschaftlicher Notwendigkeit. Als die Entscheidung für die Kinderkrippe gefallen war, dauerte es ohne Werbung keine zwei Tage, bis alle Plätze gebucht waren. Ab Januar werden alle zwölf Kinder die Krippe von 7.15 bis 17 Uhr besuchen können, zwei Kleine stehen auf der Warteliste.

Entlastung für die Eltern

Für die Eltern ist es eine enorme Entlastung, den Nachwuchs während des Tages betreut zu wissen. Mutter Christina Schacht, deren kleine Tochter bisher in der Immenstädter Krippe untergebacht war, freut sich über das neue Angebot in Fischen und lobt das Personal, das mit ungeheuer viel Mühe und Energie an die Aufgabe herangegangen sei. Das Wichtigste für sie: "Annika macht es hier ganz viel Spaß."