Karate Junge Kämpferin Cansu Taskin überzeugt bei größtem nationalen Turnier">

Artikel: Das Jahr geht erfolgreich zu Ende

11. Dezember 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung

Karate Junge Kämpferin Cansu Taskin überzeugt bei größtem nationalen Turnier

Obergünzburg | el | Die junge Obergünzburger Karatekämpferin Cansu Taskin kann ihr Karatesportjahr 2008 getrost abschließen. Beim JKA-Cup in Bottrop - dem größten nationalen Karate-Turnier Deutschlands - siegte sie zusammen mit ihren Sportkameradinnen Veronika Rehle vom Bundesstützpunkt Süd und Madeleine Essing aus Münster im Teamwettbewerb Kata (= Kampf gegen mehrere angenommene Gegner). Im Kumite (=Freikampf) eroberte sich das Trio den zweiten Platz und in der Einzeldisziplin Freikampf sicherte sich Cansu als Zweite noch einen der heiß begehrten Podiumsplätze.

Kein schlechter Auftakt

In "Kata-Einzel" lief es zunächst ganz gut für Veronika Rehle (Immenstadt/Stein) und Cansu Taskin. Veronika schaffte es bis ins Poolfinale und Cansu musste eine Begegnung vorher aufgeben. Anbetracht des riesigen Teilnehmerfeldes war das gar kein schlechter Auftakt. Im folgenden Freikampf ging ein Ruck durch die Karateladys. Sie strahlten Dominanz aus und attackierten ihre jeweiligen Gegnerinnen heftig. Sie verschafften sich Respekt und punkteten mit variationsreichen Angriffen. Beide qualifizierten sich in Topform für das Finale der vier Besten. Dann die erste Finalbegegnung: Veronika gegen Cansu. Beide wollten gewinnen und ihre Freundschaft wurde kurzerhand "auf Eis gelegt".

Beide kennen sich zu gut und so kam ein Kampf zustande, bei dem beide alle Register ihres Könnens zogen. Am Ende siegte die erfahrenere Cansu. Die traf danach auf die Troisdorferin Melissa Rathmann. Die beiden Bundeskaderathletinnen waren einander ebenbürtig und punkteten abwechselnd. Kurz vor Ende der Kampfzeit gelang Rathmann mit 2:1 der Sieg. Fazit für die Allgäuerinnen: Zweiter Platz für Cansu und dritter Rang für Veronika. Und beide waren - wie vorauszusehen - wieder die besten Freundinnen. Nachdem die Obergünzburgerin Aysenur Karadag - die Dritte im Bunde - erkrankt war, musste Ersatz für den Kata-Teamwettbewerb her. So "liehen" sich Taskin und Rehle kurzerhand die Münsteranerin Madeleine Essing aus dem Bundesjugendkader aus. Chancen rechneten sie sich keine aus, da sie nur wenig zusammen trainieren konnten.

Doch es gab einen Überraschungserfolg. Nach der Vorrunde noch auf Platz zwei, schlugen sie im Finale die favorisierten Jugendlichen aus Troisdorf.

Spannung pur geboten

Im Team-Freikampf ergab sich die gleiche Situation wie in Kata. Wieder standen die beiden überragenden Mannschaften im Kampf um die ersten beiden Plätze im Finale - Spannung pur. Am Ende hatten diesmal die Troisdorferinnen die Nase vorne. Die Allgäuerinnen freuten sich dennoch riesig über den hart erkämpften zweiten Platz.

Mit diesem Paukenschlag können es die heuer frisch gebackenen Schwarzgurtträgerinnen Cansu und Veronika das Jahr ausklingen lassen.