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Artikel: Baugebiete belasten die Kasse

2. Oktober 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung

Haushalt Baisweil will heuer 810000 Euro Schulden machen

Baisweil | fro | Baisweil habe mit den beiden Baugebieten Im Maiengrund in Baisweil und Am Alten Weiher in Lauchdorf "Werte geschaffen", meint Bürgermeister Thomas Steinhauser. Doch die Vorfinanzierung bekommt die Gemeinde zunächst zu spüren: Mit rund 670000 Euro schlagen Grunderwerb, Erschließung, Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung in den beiden Gebieten zu Buche. Zusammen mit einem Fehlbetrag aus dem Vorjahr bedeutet dies, dass die Gemeinde heuer knapp 810000 Euro Kredit aufnehmen muss.

Das teilte Albert Wölfle, Kämmerer und Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal, bei der Vorstellung des diesjährigen Haushalts für Baisweil mit. Demnach macht die Ausweisung bis hin zur Erschließung der beiden Baugebiete über die Hälfte der Ausgaben des gesamten Vermögenshaushalts (1365000 Euro) aus. Die übrigen Investitionen verteilen sich auf einige kleinere Posten und einen weiteren Grundstückserwerb für 255000 Euro, erläuterte Wölfle. Auf der Einnahmenseite verdiene die Gemeinde bereits an den Baugebieten, aber da sei noch viel Luft nach oben. Die 810000 Euro seien zwar eine "ordentliche Kreditaufnahme, aber wir haben damit den Rahmen für einige Dinge schon vorfinanziert", erklärte Steinhauser.

Dagegen ist beim Verwaltungshaushalt mit seinen laufenden Verbindlichkeiten sowohl auf der Einnahmen- als auch bei der Ausgabenseite ein "Anstieg zu verzeichnen", und zwar auf 1305000 Euro. Während zum Beispiel die Einkommenssteuer für ein deutliches Plus in diesem Jahr sorgte, ergab die Kreisumlage das Gegenteil, berichtete Wölfle.

Immerhin können aus dem Etat 91000 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Größte Posten bei den regelmäßigen Einnahmen waren neben der Einkommenssteuer und den Schlüsselzuweisungen (302400 Euro) die Benutzungsgebühren mit knapp 129000 Euro. Das könne sich zukünftig ändern, da die Abwasserabgabe und die Wasserverbrauchsgebühr angehoben werden sollten, so Wölfle.

In den nächsten Jahren plane die Gemeinde Investionen in den Hochwasserschutz, weitere Baugebiete, einen Turnhallenbau und natürlich seien Tilgungen zu leisten. Der Gemeinderat beschloss den Gesamthaushalt, die Satzung und den Finanzplan einstimmig.

Das Gremium stimmte dafür, im Alemannenweg drei oder vier Bäume fällen zu lassen. "Die Pappeln werfen Äste ab und ihre Wurzeln reißen die Straßendecke auf", so Steinhauser. Nach der Fällung sollen beschädigte Stellen im Asphalt saniert werden. Auf Vorschlag Anton Stumpes prüft die Gemeinde, ob Ersatzbäume möglich sind.