Gemeinderat Wolfertschwenden will Projekt in die Wege leiten">

Artikel: Aus Post wird Café für Jugendliche

2. August 2008 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung

Gemeinderat Wolfertschwenden will Projekt in die Wege leiten

Wolfertschwenden | sar | Mit dem neuen Projekt "Jugend ins Dorf" wollen Wolfertschwendener Jugendliche zusammen mit dem Kreisjugendring, dem Landratsamt und der Gemeinde die bisherigen Defizite in der Jugendarbeit in Wolfertschwenden und den Ortsteilen minimieren. "Das ist ein Konzept, das gut zu uns passt", meinte Bürgermeister Karl Fleschhut.

Dabei solle es sich auch nicht um ein Konkurrenzangebot zur Jugendarbeit der Vereine handeln, sondern um ein ergänzendes Freizeitangebot für die Jugendlichen. Robert Kugelmann vom Kreisjugendring bekräftigte, dass es im Wesentlichen darum gehe, ein nachhaltiges Jugendangebot aufzubauen, die jungen Leute auf Beruf und Leben vorzubereiten, sie intensiv an dem Projekt zu beteiligen und den Willen zu ehrenamtlichem Engagement zu wecken. Gefördert werde die Maßnahme durch das EU-Projekt "Fit fürs Leben und kompetent für den Beruf".

Mit Sabine Wagner, Christian Ernst und Maximilian Lorenz stellten drei Jugendliche, die auch später Verantwortung in der Jugendarbeit übernehmen wollen, die bisherigen Ergebnisse vor.

Zunächst habe es eine Jugendbefragung gegeben - mit eindeutigem Ergebnis: Die Wolfertschwendener Jugendlichen wünschten sich ein Jugendcafé, einen Beachvolleyballplatz und ein Schwimmbad.

"Wir wollen einen ersten konkreten Schritt unternehmen", meinte Fleschhut und gab bekannt, dass für ein Jugendcafé Räumlichkeiten in der ehemaligen Poststelle in der Raiffeisenbank angemietet werden könnten. "Das ist ein zentraler Platz und die Jugendlichen sind gut ins Gemeinschaftsleben integriert", fügte der Bürgermeister an und meinte, dass es hinsichtlich der Lärmbelästigung keine Schwierigkeiten geben sollte.

Kein Umbau notwendig

Auf Anfrage von Gemeinderat Josef Harzenetter erläuterte Robert Kugelmann, dass die Räume renoviert seien, baulich so belassen werden können und auch sanitäre Anlagen bereitstünden. Mit Miete und Ersteinrichtung kämen für die Gemeinde für dieses Jahr Gesamtkosten in Höhe von rund 6000 Euro zusammen. Der Jugendtreff werde drei Jahre durch den Kreisjugendring betreut.

Das Ratsgremium begrüßte die Initiative der Jugendlichen und beschloss einstimmig, das Café zu fördern und die Umsetzung in die Wege zu leiten.