Gefährlicher Wintersport: ADAC macht Crashtests mit Schlitten: So groß ist das Risiko beim Rodeln!

14. Dezember 2022 14:04 Uhr von Redaktion all-in.de
Schlittenfahren / Rodeln: Gerade im Allgäu im Winter ein beliebtes Freizeitvergnügen - allerdings auch nicht ungefährlich, wie der Schlitten-Crashtest des ADAC zeigt.
Schlittenfahren / Rodeln: Gerade im Allgäu im Winter ein beliebtes Freizeitvergnügen - allerdings auch nicht ungefährlich, wie der Schlitten-Crashtest des ADAC zeigt.
Bruno /Germany auf Pixabay

Unbeschwert Rodeln gehen, mit dem Schlitten talwärts gleiten: Für viele Menschen im Allgäu ein wunderschönes Winter-Erlebnis. Zahlreiche Rodelstrecken laden dazu ein. Der ADAC hat die Gefahren beim Rodeln unter die Lupe genommen, unter anderem mit einem Schlitten-Crashtest.

Schlittenfahren: kein ungefährliches Vergnügen

Laut ADAC handelte es sich bei fast der Hälfte der Wintersportunfälle zwischen 2018 und 2021 um verunglückte Schlittenfahrer. "Im Vergleich zu den Ski- und Snowboardern erleiden sie häufiger Schädel-Hirn-Traumata", heißt es beim ADAC.

Der Schlitten-Crashtest

Für den Crashtest hat der ADAC einen 1,75 Meter großer Dummy mit 78 kg Gewicht auf einem handelsüblichen Schlitten positioniert. Getestet wurde der Frontalzusammenprall eines Schlittenfahrers mit einer Holzwand, ähnlich einer Barriere, die z.B. zum Schutz vor Bäumen oder als Fahrtwegbegrenzung eingesetzt wird. Der Schlitten crashte mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h auf die Holzwand - einmal mit und einmal ohne Helm.

Crashtest-Ergebnis: Helm verringert Verletzungsrisiko erheblich!

Laut ADAC reduziert sich die Kopfbelastung beim Aufprall mit Helm um mehr als 70 Prozent. "Die Wahrscheinlichkeit einer schweren Kopfverletzung (z.B. einer Schädelbasisfraktur) sank so von 90 Prozent ohne Helm auf 10 Prozent mit Helm", heißt es im Testbericht. Allerdings stellt der ADAC auch fest, dass es selbst bei der eher moderaten Geschwindigkeit von 25 km/h zu schweren Verletzungen kam. "Hände und die Bänder im Kniegelenk wurden in Mitleidenschaft gezogen, genauso wie das Fußgelenk. Auch am Halswirbel und im Nackenbereich kam es zu Schäden", so der ADAC.

Das ADAC-Fazit:

"Ein Helm ist bei Weitem kein automatischer Rundumschutz, er schützt aber sehr effektiv vor lebensgefährlichen Kopfverletzungen." Der ADAC empfiehlt: Helm auf! Auch beim Rodeln.