Lärmschutz: Lärmschutz nötig für geplantes Baugebiet Bühl

27. Oktober 2011 00:00 Uhr von Allgäuer Zeitung

Viel zu laut

Ob die Stadt Immenstadt in Bühl tatsächlich wie geplant ein neues Baugebiet 'Bühl Hub – Ost' ausweisen kann, ist offen. Das Gebiet liegt nämlich nahe der Staatsstraße 2006 nach Missen. Dort ist es nach Angaben von Marlies Martin vom Planungsbüro Sieber so laut, dass der Lärmschutz nur sehr schwer in den Griff zu bekommen wäre. Das teilte sie dem Immenstädter Bauausschuss mit. Wie Martin ausführte, müsste entlang der Straße ein 5,5 Meter hoher Lärmschutzwall errichtet werden. Zusammen mit passivem Lärmschutz an den Häusern könnte man so 'die Werte halbwegs in den Griff bekommen'. Das Landratsamt habe bisher aber nur die Genehmigung eines maximal drei Meter hohen Lärmschutzwalls in Aussicht gestellt.

Zusätzlich sei eine Begründung nötig, warum ausgerechnet dort ein Baugebiet entstehen soll, erläuterte die Ingenieurin weiter. 'Eine Begründung wäre, dass Sie nur dieses Baugebiet hätten', sagte Stadtplaner Andreas Eppinger. Davon könne in Bühl aber keine Rede sei, weil parallel andere Baugebiete entstehen. So billigte der Bauausschuss in derselben Sitzung den Entwurf des Gebiets 'Forellenweg' nahe des Campingsplatzes.

'Das einzig sinnvolle wäre eine Geschwindigkeitsreduzierung', meinte Bürgermeister Armin Schaupp zum Thema Straßenlärm im Gebiet 'Bühl Hub – Ost'. Er hatte nach eigenen Angaben versucht, an der Staatstraße im weiteren Umkreis des geplanten Baugebiets ein Tempolimit durchzusetzen. Das sei aber nicht möglich. Bisher darf im oberen Teil 100 Stundenkilometer, im unteren 60 gefahren werden.

Eine Attrappe

Bevor weitere Schritte unternommen werden, soll nach dem Willen des Bauausschusses zunächst einmal abgeklärt werden, ob 'Bühl Hub – Ost' unten diesen Voraussetzungen rechtlich überhaupt möglich ist. Falls ja, soll vor Ort an der Straße eine Attrappe errichtet werden, die die Höhe des Lärmschutzwalls darstellt.