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Eine Alternative zur Kühltheke: "Schweine-Leasing" im Ostallgäu

Auf seinem Hof in Aitrang hält Peter Sigl Schweine, Schafe, Rinder und Hühner.
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  • Auf seinem Hof in Aitrang hält Peter Sigl Schweine, Schafe, Rinder und Hühner.
  • Foto: David Yeow
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Nicht erst seit dem Tierskandal in Bad Grönenbach machen sich Verbraucher mehr Gedanken über ihren Fleischkonsum. Woher kommt das Fleisch, das ich esse und unter welchen Umständen werden die Tiere gehalten sind zentrale Fragen dabei. Eine Alternative zum Fleisch aus der Kühltheke bietet etwa Peter Sigl aus Aitrang. Kunden können bei ihm Schweine "leasen" und bekommen nach der Schlachtung deren Fleisch.

Was ist Schweine-Leasing?

Beim Schweine-Leasing kommen Interessenten auf Sigls Hof und kaufen ein Ferkel, das zwischen acht und zehn Wochen alt ist. Das Tier bleibt dort, bis es nach spätestens 15 Monaten geschlachtet wird. Für die Versorgung zahlt der Käufer einen monatlichen Betrag. Am Ende erhalten sie das ganze Schwein: "Von der Nase bis zur Schwanzspitze", erklärt Sigl. Ziel ist es, das Tier möglichst umfassend zu verwerten.

Eine besondere Voraussetzung gibt es allerdings: Der Kunde muss mindestens einmal auf den Hof kommen, sich die Tiere anschauen und eins von ihnen aussuchen. "Auge in Auge sozusagen", sagt Peter Sigl. Hin und wieder haben Kunden damit auch Probleme. Das koste Überwindung, sei aber auch wichtig. "Ich möchte damit erreichen, dass Fleisch nichts Beliebiges ist, was man mal schnell von der Stange kauft", erklärt der nebenberufliche Landwirt. Damit verhindere er auch, dass es zu einem schnellen Internetgeschäft wird, bei dem sich Kunden mit einem Klick ein Schwein kaufen können. "Das ist zu abstrakt. Das haben die Schweine nicht verdient", meint Sigl.

Warum Schweine-Leasing?

Der große Vorteil vom Schweine-Leasing ist die Transparenz für den Kunden. Sie können das Schwein besuchen kommen und sich selbst von der Haltung überzeugen. Im Vergleich zur konventionellen Haltung oder auch zu "Bio" haben die Tiere auf seinem Hof deutlich mehr Platz, erklärt Sigl. Beim Futter unterscheide es sich dagegen kaum von den Vorgaben für Bio-Fleisch.

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