Kempten - Weihnachtsmarkt aufgrund der steigenden Corona-Fälle abgesagt

Redaktioneller Hinweis: Dies ist ein Heimatreporter-Beitrag. Er spiegelt die Meinung des Verfassers wider.

Die Corona Zahlen steigen deutlich an, die Infektionslage wird schlimmer und die Stadt Kempten im Allgäu hat aufgrund dieser jüngsten Entwicklung entschieden, den Weihnachtsmarkt für das Jahr 2020 komplett abzusagen.

Die Messeveranstalter der Stadt Kempten hatten in den vergangenen Tagen und Wochen extra ein Konzept entwickelt, welches es ermöglichen sollte, den Weihnachtsmarkt trotz Corona stattfinden zu lassen. Die Fläche für die einzelnen Aussteller wurde angepasst, somit entsteht mehr Freiraum für eine berechnete Zahl von Besuchern. Auch weitere Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen wurden erarbeitet. Da sich die Lage in Kempten in jüngster Vergangenheit verschlechtert und die Covid Zahlen stetig steigen, wurde kürzlich eine Entscheidung getroffen. Fachämter der Stadt Kempten und der Oberbürgermeister Thomas Kiechle sind im gegenseitigen Einverständnis zu dem Entschluss gekommen, den Weihnachtsmarkt abzusagen. Sicherlich hätte mit dieser Entscheidung noch einige Tage gewartet werden können. Einer der wichtigen Punkte war allerdings, die Händler des Weihnachtsmarktes sollen Sicherheit und Gewissheit haben. Der Entschluss soll gefällt sein, bevor teure Vorbereitungen und Investitionen getätigt werden. Dies würde letztendlich nur einen wirtschaftlichen Schaden mit hohem Ausmaß verursachen.

Die gute Nachricht weihnachtlich wird es in der Innenstadt von Kempten trotzdem. Wie in den vielen Jahren zuvor wird auch dieses Jahr das Rathaus hell beleuchtet und auch die Krippenbaumschule wird ihre Krippen am Rathausbrunnen ausstellen. Die bekannte und gerne besichtigte Krippe vom Künstler Robert Lichtenstein wird sogar um einige Krippenfiguren erweitert. Die beliebten Figuren, welche aufwendig aus Zirbenholz hergestellt sind, können auf dem Rathausplatz und den Arkaden besichtigt werden.

Um einen Weihnachtsmarkt in abgespeckter Form zu bewahren, wird von Fachleuten momentan eine Planung erarbeitet, um einen kleinen Markt am Hildegardplatz zu ermöglichen. Ein Markt rein für Kunsthandwerk und Kunsthändler. Um die aktuellen Corona Auflagen zu erfüllen, soll dieser Markt nur wenige Tage stattfinden und keine Gastronomie enthalten da, dies ein zu hohes Risiko für die Bürger darstellt.

Thomas Kiechle, dem Oberbürgermeister der Stadt, fiel es laut eigenen Worten nicht leicht den Weihnachtsmarkt abzusagen. Aufgrund der aktuellen Lage sei dies aber eine dringend notwendige Maßnahme gewesen. Weiter erwähnte er, dass den Bürgern der Stadt trotz der schweren Ausgangssituation eine weihnachtliche Innenstadt präsentiert wird. Auch die Fachexperten und Wirtschaftsbeauftragten sind sich einig, dass dies die richtige Entscheidung war und die zum richtigen Zeitpunkt getroffen wurde. Ein Hinauszögern der Entscheidung wäre zwar machbar gewesen, wäre aber Händlern und auch dem Veranstalter gegenüber unverantwortlich und würde das finanzielle Risiko enorm in die Höhe treiben.

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