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Kein Mobilfunkmast auf Betzigauer Flur

Die Gemarkung Betzigau kommt als Standort für einen weiteren Mobilfunkmast von O2 nicht in Frage. Dies erklärte Bürgermeister Roland Helfrich nach einem Telefongespräch mit einem Vertreter des Anbieters. Zuvor wurde ein «Missverständnis» zwischen Betzigau und Kempten laut Helfrich und Stadtplanungsleiterin Antje Schlüter aus dem Weg geräumt.

Wie berichtet sucht O2 einen neuen Standort im Dreieck Betzigau, Durach und Kempten und hat dafür einen Suchkreis erstellt, der die Gemarkungen aller drei Kommunen betrifft (siehe Grafik). Während Kempten und Durach im August in ein so genanntes «dialogisches Verfahren» mit O2 eingestiegen waren, wurde Betzigau laut Helfrich erst am 18. Oktober vom Mobilfunkanbieter darüber informiert.

In einer Gemeinderatssitzung am 17. November hatte Helfrich diese Vorgeschichte erläutert. «Irritiert» zeigte er sich dabei, dass Kempten den Vorgang im Auftrag der drei Orte ans Umweltministerium in München geschickt habe. Diese Aussage, so Helfrich jetzt zur AZ, habe O2 ihm gegenüber in einem Schreiben vom 18. Oktober getätigt.

Tatsächlich heißt es in dem Brief aber lediglich, dass Hinweise zum dialogischen Verfahren auf einer Homepage des Bayerischen Umweltministeriums in München zu finden seien.

Ministerium nicht eingeschaltet

In einem Brief an Helfrich stellt Kemptens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer dazu fest, dass das Umweltministerium zu keiner Zeit einbezogen worden sei. Vielmehr sei das Umweltinstitut als geachteter und neutraler Gutachter eingeschaltet, «der die Auswirkungen geplanter Standorte im Auftrag von Gemeinden untersucht und die Diskussion der Gemeinde mit den Betreibern auf Augenhöhe sicherstellt».

Informationen nie bekommen

Die Forderung, Schriftverkehr mit O2 nur noch per Einschreiben zu führen, hat laut Helfrich Kempten an den Mobilfunkbetreiber gestellt, dem schließe sich Betzigau an. Hintergrund sind laut Stadtplanerin Antje Schlüter Behauptungen von O2, Informationen verschickt zu haben, die aber in den Kommunen nie ankamen. «Hier ist entweder von Vorsatz oder chronischer Nachlässigkeit auszugehen», meint Schlüter in einem Brief an die Gemeinde Betzigau.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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