Kempten
Eine Lösung gefunden, eine andere steht noch aus

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Wohin mit dem geplanten Mobilfunkmasten für die Netzbetreiber O2, E-Plus und Vodafone im Suchkreis Ellharten/Eggen? Bereits seit gut einem Jahr laufen die Verhandlungen. Jetzt sind die Verantwortlichen der Stadt überzeugt davon, dass eine Lösung gefunden wurde. In einem Waldstück nahe dem Schachenmayr-Gelände soll ein 45 Meter hoher Stahlgittermast gebaut werden. Dem entsprechenden Antrag stimmte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung zu.

Bereits im Juli 2009 wähnte man sich einer Lösung nahe. Damals war geplant, den Masten an einem Kamin der Firma Hönig unterzubringen. Grundlage für die Entscheidung war das Immissionsgutachten des Umweltinstituts München. Doch die Firma Hönig wollte den Masten nicht, weshalb die Betreiber Verhandlungen über einen Bau auf dem Schachenmayr-Grundstück aufnehmen. Im Februar dieses Jahres scheiterten die Verhandlungen wie berichtet aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen.

Im dialogischen Verfahren, erläuterte Uwe Weißfloch vom Stadtplanungsamt, bot die Stadt den Betreibern ein Grundstück in der Nähe an, das als Kleingartenfläche genutzt wird. Es grenzt unmittelbar südlich an das Schachenmayr-Gelände an und liegt noch unterhalb der bewaldeten Hangkante. Problem hier: Die vorgeschriebenen Abstandsfächen hätten nicht eingehalten werden können.

Grund gehört Spitalstiftung

Erneut hat nun Hans Ulrich-Raithel ein Gutachten erstellt und befunden: Besagtes Waldstück sei als Standort empfehlenswert und mit dem auf dem Schachenmayrgelände vergleichbar. Damit der Mast mit einer Breite von drei Metern am unteren Ende aufgestellt werden kann, ist es laut Weißfloch nötig, auf einer Fläche von 13 mal zehn Metern Bäume und Sträucher zu fällen. Das Grundstück befindet sich übrigens im Eigentum der Protestantischen Spitalstiftung, einer städtischen Liegenschaft.

Schließlich wies Bürgermeister Josef Mayr noch darauf hin, dass es in der Sache keine Bürgerinformation mehr gebe, weil man ja bereits im Juni 2009 informiert hatte und der neue Standort vergleichbare Immissionsbelastungen habe. Einstimmig wurde der Standort im Wald letztlich befürwortet.

Kosten für Gutachten werden geteilt

Und noch etwas tut sich in Sachen Mobilfunk. Wie Weißfloch erläuterte, sucht der Betreiber Telefonica O2 an der Autobahnanschlussstelle Betzigau einen neuen Standort. Der Suchkreis «Betzigau» erstrecke sich über Kemptener, Duracher und Betzigauer Flur. Die Stadt und die Gemeinde Durach, so Weißfloch, wollen nun gemeinsam ins dialogische Verfahren einsteigen und die Kosten für ein Immissionsgutachten teilen. Betzigau macht nicht mit. Man hoffe, dass sich da noch etwas machen lasse, meinte Bürgermeister Josef Mayr.

Und, lässt sich etwas machen? Nachfrage bei Betzigaus Bürgermeister Roland Helfrich. Diesen «irritiert» Mayrs Aussage, Betzigau wolle sich nicht beteiligen. «Ich wurde vom Betreiber nicht informiert. Solange Telefonica sich nicht meldet, sehe ich auch keinen Handlungsbedarf.» Zwar habe die Stadt bei ihm angeklopft und um eine Beteiligung am Immissionsgutachten gebeten. «Aber», so Helfrich, «ich beteilige mich doch nicht an einem Auftrag, den ich nicht kenne. Werde er sich aber beteiligen, wenn der Betreiber in Betzigau doch noch vorstellig wird? «Das», so Helfrich, «sind Spekulationen. Wir werden sehen.» (bec)

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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