Weitnau
Richtfunk ja, aber Antennen für Mobilfunk vertraglich ausgeschlossen

Das Thema Richtfunk stößt bei den Weitnauern auf großes Interesse: Bei der Informationsveranstaltung der Firma Allgäu DSL am war die Wengener Dorfhalle gut gefüllt und es wurden viele Fragen gestellt. Wie berichtet wird Allgäu DSL künftig Weitnau mit schnellem Internet versorgen und stellt dafür zwei Sendemasten auf: Einen am Wenger Egg und einen in Ettensberg. Dass die Strahlung beim Richtfunk sehr gering ist, erläuterte Projektleiter Roland Haibl anhand eines anschaulichen Beispiels: Würde man die Strahlung in Masse umrechnen, so entspräche sie bei der modernen Funktechnik etwa einer Fliege auf einer Brücke. «Die Immission ist um untersten Bereich des Messbaren», so Haibl.

«Antennen sind empfindlich»

Die Bürger im Saal machten sich aber ganz andere Sorgen: Einige fürchteten, dass Allgäu DSL an den bestehenden Masten Mobilfunk-Antennen anbauen könnte, was die Strahlung erhöhen würde. Haibl winkte ab: «Unsere Antennen sind sehr empfindlich», erklärte er. Allein schon um Störungen zu vermeiden gehe es also nicht, dass in unmittelbarer Nähe Handy-Antennen montiert werden, die «um ein Vielfaches stärker senden».

Weil so mancher im Saal aber immer noch nicht beruhigt war und für die Zukunft gesichert haben wollte, dass nicht etwa doch noch «angestückelt» wird, willigten Haibl und Bürgermeister Alexander Streicher ein, im Vertrag ausdrücklich ein Handymast-Verbot aufzunehmen.

Streicher betonte allerdings, dass auch ohne eine solche Formulierung keine derartige Gefahr bestanden hätte: «Es steht sowieso schon im Vertrag, dass ohne die Zustimmung der Gemeinde keine Baumaßnahmen am Mast durchgeführt werden dürfen.»

Einige Anwohner aus Ettensberg bemängelten, dass sie vorher nicht gefragt worden seien, ob sie mit dem Bau des zweiten Masten in der Nähe der Wasserversorgung einverstanden seien. Dieser wird den Bereich Hellengerst und Rechtis versorgen. Haibl erklärte auf Nachfrage, dass der Mast zwölf Meter hoch und aus Alu sein wird.

Viele technische Fragen

Alles in allem scheinen die Wengener der Richtfunk-Lösung durch den lokalen Anbieter aus Wertach aber aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Sie verfolgten aufmerksam die detaillierten Ausführungen des Projektleiters und stellten viele technische Fragen. Zum Beispiel wurde so klargestellt, dass Allgäu DSL das Risiko trägt, wenn keine Sichtverbindung zwischen dem Haus des Kunden und dem Mast besteht und dennoch dafür sorgen will, dass alles gut funktioniert. (rio)

Informationen zum Richtfunk im Gemeindegebiet Weitnau gibt es heute, Dienstag, um 19.30 Uhr, in der Dorfhalle Sibratshofen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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