Heimenkirch
Gemeinden profitieren von ihrer Vorarbeit

Aufatmen bei den Bürgermeistern des Landkreises: Auf sie und ihre Gemeinden kommen in Folge der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) nur wenige Maßnahmen zu. Den Großteil der Kosten übernimmt der Freistaat Bayern.

In Heimenkirch trafen sich die Bürgermeister zur Versammlung des Kreisverbandes des Bayerischen Gemeindetages. Und im öffentlichen Teil der Sitzung gab es nur ein Thema: Welche Folgen hat die anstehende Umsetzung der WRRL für die Städte und Gemeinden im Landkreis? Dazu erläuterte Rebecca Meinel vom Wasserwirtschaftsamt Kempten zunächst die Richtlinie, die für alle Gewässer gilt und schon im Jahr 2000 beschlossen wurde. Der Zeitplan sieht eine Umsetzung bis 2015 vor, sodass es zunehmend konkreter wird. Allzu viel muss im Landkreis Lindau jedoch nicht investiert werden. Das Grundwasser sei qualitativ und quantitativ gut, so Meinel. Hier seien überhaupt keine Maßnahmen geplant.

Anders sieht es im Bereich der Rothach in Lindenberg, der Leiblach in Lindau und Sigmarszell sowie am Schwarzenbach in Hergatz aus. Hier sind unter anderem die Anpflanzung eines Gehölzsaumes, die Verbesserung der Gewässerstruktur, eine abwechslungsreichere Ufergestaltung und damit ein vielseitigerer Lebensraum für Tiere sowie der Rückbau von Abstürzen und der Umbau von Wehren zu realisieren. Mit Ausnahme des Schwarzenbaches ist jeweils der Freistaat der Kostenträger. Aber auch Hergatz kann auf Fördermittel hoffen, so Meinel. Alle anderen Fließgewässer im Landkreis erfüllen den von der WRRL vorgegebenen Standard. Diese Einschätzung basiert entweder auf der Bewertung durch die Experten des Wasserwirtschaftsamtes oder auf Messergebnissen.

Lindenbergs Bürgermeister Johann Zeh erkundigte sich, ob aufgrund der Richtlinie Nachrüstungen der Abwasserreinigungsanlagen notwendig seien. Doch auch hier gab Rebecca Meinel Entwarnung: «Derzeit können Sie entspannt sein». Insgesamt seien die Auswirkungen der Richtlinien-Umsetzung im Landkreis sehr gering: «In den vergangenen Jahren wurde beim Gewässer- und Hochwasserschutz viel getan». Davon profitieren die Städte und Gemeinden nun.

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