Berufs-Info-Tag 2021 #digital
Wenn regionale Messen zu digitalen Events werden

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Virtuelle Messen wurden im Laufe des letzten Jahres zum Trend für Messeveranstalter – und das mit gutem Grund. Schließlich bieten sie in Corona-Zeiten eine Plattform für Menschen sich digital zu vernetzen und zusammenzukommen. Dass auch regionale, digitale Ausbildungsmessen ein voller Erfolg werden können, beweist der Berufs-Info-Tag 2021 #digital. Alleine am Live-Messetag haben zwischen 10 bis 15 Uhr über 5.000 Besucher die rund 50 Messestände erkundet. Organisiert hatten den Tag der Arbeitskreis SchuleWirtschaft und die Sparkasse Kaufbeuren in Kooperation mit der Mediengruppe Allgäuer Zeitung und der Agentur für Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler konnten so bequem vom Sofa aus mit ein paar Unternehmen chatten oder bei Podcasts, Online-Vorträgen und Videos zuhören.

Digitale Variante zur Messe

"Unser Medienzentrum veranstaltet seit Jahren Messen für die Region", erzählt Rolf Grummel, Geschäftsführer der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH. "Dass einige Messen in diesem Jahr ausschließlich digital stattfinden, ist uns allerdings neu." Dank der Messekompetenz des Allgäuer Medienzentrums konnte der Berufs-Info-Tag #digital dennoch reibungslos "über die Bühne" gehen. "Als Partner der Region konnten wir unseren Kunden eine Möglichkeit bieten, potenzielle Nachwuchskräfte trotz der aktuellen Corona-Krise zu erreichen", so Grummel weiter. Virtuelle Messen seien zwar keine langfristige Lösung und können auch nicht das persönliche Gespräch ersetzen. Aber die vorläufigen Besucherzahlen beweisen, dass die digitale Variante zum Berufs-Info-Tag sehr gut ankam.

Herausforderung: technisches Wissen in kürzester Zeit

Die virtuellen Räume wurden dabei nach den Anforderungen der Zielgruppe entworfen. Von der Lobby aus konnten sich die Besucher unter anderem zur Vortragsbühne, zu den Messeständen, zum Gewinnspiel oder zur Berufsorientierung begeben – hier konnten sich Schülerinnen und Schüler von der Agentur für Arbeit beraten lassen. "Die virtuelle Gestaltung und Umsetzung des gesamten Messegeländes hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Das Team musste sich innerhalb kürzester Zeit technisches Wissen aneignen", erzählt Grummel. "Wir hatten weder selbst Erfahrung noch gibt es vergleichbare Messen aus der Region."

Rolf Grummel, Geschäftsführer der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH
  • Rolf Grummel, Geschäftsführer der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH
  • Foto: Allgäuer Zeitung
  • hochgeladen von Allgäuer Zeitung

Bei den Jugendlichen sehr gut angekommen

Der Aufwand hat sich aber gelohnt. Die erste virtuelle Messe im Allgäu in dieser Art und Weise wurde erfolgreich präsentiert. So positiv sahen das auch viele Schülerinnen und Schüler aus Kaufbeuren, die teilweise im Unterricht am Berufs-Info-Tag #digital teilgenommen haben. "Bei den Jugendlichen ist die Messe sehr gut angekommen. Sie konnten mit Berufsberater sprechen, haben neue Unternehmen entdeckt und passende Ausbildungsangebote gefunden", erzählt Anja Mock von der Kolping-Akademie in Kaufbeuren. Frustrierend sei nur, dass mittlerweile alles online stattfindet und die Jugendlichen gerne auf einer physischen Messe herumgelaufen wären. "Aber das Ergebnis zählt und das ist durchaus positiv."

Erste Rückmeldungen von Ausstellern und Firmen sind positiv

Auch das vierköpfige Team der Sparkasse habe alle Hände voll zu tun gehabt, um alle Chatanfragen beantworten zu können. "Für uns war dieses digitale Angebot Neuland. Natürlich waren wir sehr gespannt, wie das Messeangebot von den Schülerinnen und Schülern angenommen wird", sagte Michael Sambeth von der Sparkasse Kaufbeuren. Beeindruckt habe Sambeth auch, dass sich so viele Firmen, Institutionen und Schulen schon frühzeitig für den Messetag angemeldet und die Gestaltung selbst in die Hand genommen haben. Erste Rückmeldungen der Aussteller und Firmen nach der virtuellen Veranstaltung seien durchweg positiv gewesen. "Für die Attraktivität dieser digitalen Messe haben die Aussteller mit ihren kreativen und professionellen Messeständen gesorgt. Die Funktionen rund um Chat, interaktiven Broschüren und digitalen Vorträge waren sicherlich ein großer Erfolgsfaktor", so Birgit Pfeifer. Birgit Pfeifer und Michael Sambeth verantworten als Geschäftsführung gemeinsam mit den beiden Vorsitzenden Björn Mellies (Schulleiter FOSBOS Kaufbeuren) und Tobias Streifinger (Vorstandsvorsitzender Sparkasse) den Arbeitskreis SchuleWirtschaft Kaufbeuren.

Nächste virtuelle Messe: Termin steht

Die nächste virtuelle Messe, die Allgäuer Lehrstellenbörse, ist am Samstag, 6. März 2021 geplant. "Mit dem technischen Know-how, was wir uns aufgebaut haben und der guten Vernetzung in der Region, sind wir überzeugt, dass wir auf diesem neuen Weg möglichst viele Menschen virtuell zusammenbringen können", sagt Grummel. Abgesagten Events solle in diesem Jahr eine Alternative geboten werden dennoch stattzufinden. "Vielleicht werden digitale Messen auch mehr als nur ein Trend." Vorstellbar wären zukünftig Hybridveranstaltungen, bei denen es zu jeder physischen Messe eine digitale Ergänzung gibt – beispielweise für Menschen, die am Messetag verhindert sind oder eine lange Anreise hätten. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Neben Messen sind virtuelle Kunden- oder Mitarbeiterevents, Live-Konferenzen oder Workshops realisierbar, so Grummel über den neuen Service der Mediengruppe Allgäuer Zeitung.

Rolf Grummel, Geschäftsführer der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH

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