Tötungsdelikt
Kaufbeurer (40) in Wohnung getötet - Ermittlungen dauern an

Ein 40-jähriger Kaufbeurer wurde am Samstagvormittag tot in seiner Wohnung im Hochstadtweg gefunden. Bekannte des Mannes hatten die Tür des Appartements eingetreten, weil er längere Zeit nicht zu erreichen gewesen war. Sie machten einen grausamen Fund: Offensichtlich war der Mann erstochen worden. <%IMG id='1135918' title='Schauplatz des Mordes: der Hochstadtweg in Kaufbeuren'%>

Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Laut Polizei geschah das Verbrechen zwischen Donnerstagnachmittag und Samstagmorgen der vergangenen Woche. Vom Täter fehlt noch jede Spur.

Nach Informationen der Allgäuer Zeitung leben in dem Haus sechs Männer in einzelnen Appartements. Einer davon war der arbeitslose ledige 40-Jährige. Bisherigen Erkenntnissen zufolge, hat er seinen Mörder selbst in die Wohnung gelassen. Wann dies genau war, ist unklar. Täter und Opfer müssen sich dann sehr heftig gestritten haben. Der 40-Jährige erlitt dabei tödliche Stichverletzungen im Rumpf. Eine Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden. Es ist laut Polizei auch nicht bekannt, ob noch weitere Menschen in den Streit verwickelt waren.

Nach dem Fund der Leiche gründete die Polizei noch am Samstag die 'Ermittlungsgruppe Hochstadtweg'. Die Kaufbeurer Kriminalpolizei arbeitet laut Chef Andreas Trinkwalder zusammen mit Kollegen der Kripo Kempten mit großem Einsatz an der Aufklärung des Falls. So wurde am Samstag auch mit Diensthunden nach Beweismitteln gesucht. Zudem wurden alle Bewohner des Hauses befragt. Dies alles hat jedoch noch zu keinem Verdächtigen geführt, so die Polizei in einer Pressemitteilung.

Wie die Allgäuer Zeitung herausfand, hat das komplette Haus ein Ostallgäuer Verein gemietet, der sich für psychisch kranke Menschen in der Region engagiert. Von den Verantwortlichen war gestern niemand zu erreichen.

Der Vorstandsvorsitzende der Bezirkskliniken Schwaben, Tomas Düll, erläuterte der Allgäuer Zeitung auf Nachfrage, dass in Kaufbeuren etwa 150 Menschen im sogenannten ambulant betreuten Wohnen leben. Das heißt, sie haben eine eigene Wohnung, allein oder zusammen mit anderen. Medizinisch versorgt werden sie in der Regel in der Ambulanz des Bezirkskrankenhauses.

Zudem kümmern sich Fachkräfte von außen stundenweise um die Menschen in ihren Wohnungen. Düll betont, dass es derartige Projekte in der ganzen Bundesrepublik gibt. Eine Untersuchung habe erst vor Kurzem aufgezeigt, dass es dabei nicht häufiger zu Streit oder Gewaltanwendungen komme als bei anderen Menschen und Lebensformen auch.

Hinweise erbittet die Kripo Kaufbeuren, Telefon 08341/933-0. Von besonderer Bedeutung sind für die Polizei Wahrnehmungen zu Personen, die zwischen Donnerstagnachmittag, 7. August, und den Morgenstunden des Samstags, 9. August, das Mehrfamilienhaus Hochstadtweg 5 betreten oder verlassen haben -zudem Autos, Krafträder oder Fahrräder, die dort aufgefallen sind.

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