Sie hilft Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. „‚Weihnachtsfreude für Gelähmte‘ hieß die erste Aktion, mit der wir 1965 an die Leserinnen und Leser appellierten, Hilfsbedürftige unserer Heimat zu unterstützen“, erinnert sich Ellinor Holland, Mitherausgeberin der Allgäuer Zeitung und Vorsitzende des Kuratoriums.
Seitdem sind mehr als 30 Millionen Euro zusammengekommen und sinnvoll für Hilfe verwendet worden. Ellinor Holland: „Eine Bilanz, die uns alle stolz machen kann. Zufrieden zurücklehnen dürfen wir uns aber nicht.“
Immer mehr brauchen Hilfe
Denn wie schaut es heute aus? Tausende Mitbürger stehen Schlange an den Tafel-Einrichtungen, um günstig Lebensmittel zu bekommen. Andere wenden sich an die Kartei der Not, weil sie warme Winterkleidung benötigen. Vielfach sind es alleinerziehende Mütter, die sich melden.
Das Allgäuer Kuratoriumsmitglied Uli Delius berichtet: „Diese Frauen sind oftmals die Leidtragenden in unserer Gesellschaft. Sie vor allem müssen große Lasten schultern: Arbeit, Erziehung, Fürsorge und Liebe. Viele schaffen es alleine mit eiserner Disziplin. Immer mehr aber brauchen die Hilfe von uns allen.“
Pro Jahr treffen über 3 200 Anfragen bei der Kartei der Not ein. Fast 3 000 Unterstützungsanträge werden jährlich genehmigt. Meistens wird armen Kindern und deren Familien, Behinderten, Kranken, alten Menschen mit kleinen Renten geholfen. Das Sozialwerk fördert aber auch beispielhafte Projekte anderer gemeinnütziger Organisationen. Dies alles ist nur möglich mit der Unterstützung durch die Leserinnen und Leser der Allgäuer Zeitung und der Heimatzeitungen.
Ellinor Holland: „Mein besonderer Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern. Sie sind das Fundament, auf dem wir auch in den nächsten Jahren unsere gemeinnützige Arbeit bauen.“ Die Mitarbeiter der Allgäuer Zeitung und der Heimatzeitungen sind stolz auf die hohe Anerkennung, die das Hilfswerk mittlerweile in der Region hat. Bundesminister a. D. Theo Waigel: „Der Name ‚Kartei der Not‘ hat die Antwort auf die biblische Frage gegeben: ‚Wer ist dein Nächster‘.“ Bezirkstagspräsident Jürgen Reichart betont: „Eine segensreiche Stiftung, die unentbehrlich ist. Ich danke im Namen vieler ungenannter Kinder und Jugendlicher, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.“ Kreishandwerksmeister Hans-Peter Rauch (Kempten): „Man vergisst leicht, dass auch bei uns viele schuldlos auf Hilfe angewiesen sind. Die Kartei der Not hilft hier schnell und unbürokratisch.“
Mehr Informationen
Die Kartei der Not im Allgäu:
Spendenkonto 4440
Sparkasse Allgäu
BLZ 733 500 00
Spendenkonto 365 135 592
HypoVereinsbank Kempten
BLZ 733 200 73
Hilfebedürftige kommen in Kontakt mit der Kartei der Not auf verschiedenen Wegen:
info@karteidernot.de
Telefon 08 31/2 06-59 53
Kartei der Not c/o Allgäuer Zeitung
Heisinger Straße 14
87437 Kempten
www.karteidernot.de