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Lesen Sie hier Woche für Woche interessante Geschichten über das Allgäu und darüber hinaus. Erleben Sie Menschen vor der Kamera und viele spannende Geschichten.
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(Gerlinde Reisach) | 19.08.2010 00:00 Uhr
Retter am Badestrand
Sommerliches Badevergnügen unbeschwert genießen durch Ersthelferkurs
Der eine schweift in den Ferien in die Ferne, der andere bleibt zuhause und fährt zum Baden an den See und möchte die Stunden unbeschwert genießen. Wenn dann doch ein Badeunfall passiert, sind beherzte Ersthelfer gefragt, bevor professionelle Hilfskräfte eintreffen.
Damit das sommerliche Badevergnügen nicht böse endet, kann man mit raschem Eingreifen wertvolle „Erste Hilfe" leisten und dann gegebenenfalls telefonisch noch professionelle Hilfsdienste benachrichtigen. Wer sich nicht mehr sicher ist in der „Ersten Hilfe", kann sein Wissen in den zahlreich angebotenen Erste-Hilfe-Kursen von Organistionen, wie dem Roten Kreuz, den Johannitern, Maltesern und anderen Anbietern im Allgäu auffrischen.
Durch Leichtsinn, Kreislaufproblemen, Alkohol oder Überschätzung der eigenen Kräfte, verunglücken in den Sommermonaten pro Tag durchschnittlich zwei Menschen in Deutschland - im Jahr 2009 waren es insgesamt 474 Personen (Quelle: Statista). Besonders gefährdet sind kleine Kinder. Aber auch ältere Menschen gehören zur Risikogruppe. „Dies bestätigt auch unsere aktuelle Erfahrung im Allgäu", so der Rettungsdienstleiter Markus Adler. „Vor zwei Wochen haben wir einer jungen Frau das Leben gerettet, am Wochenende mussten wir eine ältere Dame nach einem Ertrinkungsunfall reanimieren. Die junge Frau überlebte den Unfall ohne Folgeschäden, worüber wir uns sehr freuen." Dass seine Kollegen fit in der Wasserrettung waren und so den Patienten noch schneller helfen konnten, freut Markus Adler von den Johannitern besonders. Denn wie in vielen lebensbedrohlichen Situationen kommt es auch hier auf schnelle Hilfe an.
Notruf 112
Für jeden Ersthelfer vor Ort ist es unerlässlich auf die eigene Sicherheit zu achten: Vor einem Rettungsversuch sollte man unbedingt weitere Personen auf den Notfall aufmerksam machen, die über den Notruf 112 den Rettungsdienst alarmieren können.
Der Retter, der den Ertrinkenden aus dem Wasser ziehen will, darf auf keinen Fall den Eigenschutz vergessen. Wenn möglich, reicht man der betroffenen Person einen schwimmenden Gegenstand, um direkten Kontakt zu vermeiden. Denn wenn sich der Ertrinkende in Panik an den Retter klammert, könnte er den Helfenden unter Wasser drücken." An Land muss schnell Erste Hilfe geleistet werden, bis der Rettungsdienst eintrifft. „Ist der Betroffene bewusstlos, bringt man ihn in die stabile Seitenlage. Atmet er nicht mehr, muss der Ersthelfer sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen", erklärt Adler.
Formel für Beatmung
30 Mal drücken, zwei Mal beatmen ist die Formel für die Beatmung. Dabei geht es nicht darum, Wasser aus Lunge oder Magen herauszudrücken: Das bringt nichts und kostet nur wertvolle Zeit. Stattdessen den Oberkörper des Betroffenen frei machen, die Mitte des Brustkorbs suchen und mit übereinander gelegten Handballen das Brustbein vier bis fünf Zentimeter tief senkrecht Richtung Wirbelsäule drücken.
Für die Atemspenden muss der Ersthelfer den Kopf des Betroffenen vorsichtig nach hinten überstrecken. Der Helfer legt seinen geöffneten Mund über den Mund des Patienten und beatmet diesen zwei Mal langsam, bis sich dessen Brustkorb hebt und senkt. Danach folgen wieder 30 Herzdruckmassagen.
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Mediadaten Verbreitung Extra
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