65 Jahre und kein bischen leise. Wie wird es weitergehen?
Ich hör ja nicht auf zu arbeiten. Es ist einfach toll zu wissen, jetzt kriegt man eine Rente und muss nicht immer nur rödeln, sondern kriegt regelmäßig Geld, das man ein ganzes Leben lang eingezahlt hat. Da kriegt man was zurück, das find ich klasse.
Sie sind auf der Bühne extrem wandlungsfähig: Von der Kästner-Lesung über die Telenovela bis hin zum Nockherberg. Und jetzt auch noch Steiner’s Theaterstadl. Welche Rolle macht Ihnen am meisten Spaß?
Klar, gibt’s Rollen die mir besonders gut gefallen und zwar Rollen auf die ich nicht prädestiniert bin. Man sagt immer im Theater „Da ist man d’rauf g’spuckt“! Also irgendeine nette Salonschlange oder eine verführerische Frau, so was spiele ich nicht so gern. Weil das nimmt man ja eh immer an. Die Herausforderung ist so viel größer, wenn sie eine Putzfrau oder eine Hausmeisterin spielen, weil es einfach viel mehr hergibt, find ich!
Tolle Kollegen
Gibt es Schauspieler, die Sie kennen lernen durften, die Sie besonders beeindruckt haben?
Ja natürlich die Ruth Drexel, dann Hansi Brenner, die Rosel Zech. Klar, die haben mich alle sehr beeindruckt.
Kannten Sie Peter Steiner noch persönlich? Wie hat sich seit seinem Tod der Theaterstadl verändert?
Nein, persönlich kannte ich den nicht. Aber ich wusste natürlich wer das ist. Der hat ja sehr erfolgreich diese ganzen Fernseh-Theatergeschichten gemacht. Und ich hab die Gerda durch die Christian Blumhoff kennen gelernt, also seine Tochter. Christiane hat gesagt „Komm, lass uns doch was mit der zusammen machen und die ist toll und gut und so“ – ja, und jetzt hat sich das dann so ergeben. Ich hab gesagt „Freilich, warum nicht“ und dann hoffe ich, dass wir eine erfolgreiche Tournee hinlegen.
Geld, Gift und Hormone
Wen spielen Sie in „Geld, Gift und Hormone“?
Ich spiele die esoterische Boutique-Besitzerin. Es geht um drei Schwestern: Die eine ist Witwe, die andere ist Lehrerin, so `a verklemmte, und die dritte ist so eine „spinnerde“, esoterische Boutique-Besitzerin. Und dann läuft ihnen ein Mann über den Weg, der mietet sich bei denen ein und stellt sich als Anlageberater raus und sagt ihnen, sie sollen ihr Geld vermehren. Und die Schwestern kriegen dann mit, dass er das eigentlich mit seinem Freund irgendwo in der Karibik verprassen will. Mehr verrat ich jetzt aber nicht, die Leute sollen sich beim Besuch in Marktoberdorf ihr eigenes Bild von dem Lustspiel machen.
Sie sind ja auf Tour mit Steiner’s Theaterstadl. Wie sieht das Touren bei einer Münchner Diva aus? Brauchen Sie einen Kofferträger?
Ich hab nie in meinem Leben einen Kofferträger gehabt. Ich hab mir meine Männer und Kinder selbst ernährt. Also ich war immer Alleinunterhalterin meiner Männer und Kinder und so was brauch ich überhaupt nicht. Meine Hüfte ist operiert, also mir geht es gut – da brauch ich keinen Kofferträger. Soweit ich weiß haben meine Kollegen Christiane Blumhoff, Gilbert von Sohlern und auch Gerda Steiner (die Veranstalterin) keine übermäßig große Garderobe mit bei der Tournee.
Kartenvorverkauf
Karten für „Geld, Gift und Hormone“ am Donnerstag, 1. März, 19.30 Uhr, dem neuen Bühnenstück in Peter Steiners Theaterstadl gibt es bei allen Service Centern der Allgäuer Zeitung, Marktoberdorf, Tel. 08342/969691.